Premiere

Films for Future: Erstes Naturfilmfest in der Heide

| Lesedauer: 4 Minuten
Katy Krause
Nordlicht am Strand in Norwegen: Um solche Naturschauspiele geht es beim ersten Filmfestival seiner Art in der Heide.

Nordlicht am Strand in Norwegen: Um solche Naturschauspiele geht es beim ersten Filmfestival seiner Art in der Heide.

Foto: Heinz Hudelist / picture alliance / imageBROKER

In vier Kinos in drei Landkreisen werden 20 Vorführungen gezeigt. Herausforderung unserer Zeit steht im Mittelpunkt

Lüneburg. Im tiefen Norden verschwindet die Sonne für lange Zeit. Polarnächte haben ihren ganz eigenen Zauber. Von tanzenden Nordlichtern, die den Himmel nördlich des Polarkreises erhellen, und der Natur, die sich an die extremen Verhältnisse angepasst hat, handelt der Dokumentarfilm „Polarnacht/Polartag“. Er wird am Sonnabend, 2. Oktober, um 16.30 Uhr im Scala Programmkino in Lüneburg gezeigt und er ist vor allem Teil der ersten Naturfilmfests Lüneburger Heide.

Das wurde am Donnerstag offiziell eröffnet und bietet am ersten Oktoberwochenende zahlreiche Möglichkeiten, sich mit der wohl drängendsten Herausforderung unserer Zeit zu befassen. Denn der Klimawandel und alle Fragen von Umwelt und Natur, die damit zusammenhängen, stehen im Fokus. Die Filme zeigen die Schönheit der Natur, aber auch ihre Zerstörung durch den Menschen, so die Organisatoren. Daher ist auch der Titel bewusst in Anlehnung an die Klimabewegung gewählt: aus „Fridays for Future“ wird „Films for Future“.

Für das neue Format haben sich die Vertreter des Naturparks Lüneburger Heide, des Kulturvereins Schneverdingen und des Lichtspiels Schneverdingen zusammengetan. „Wir haben mit den vier Kinos Spielorte in allen drei Landkreisen der Naturparkregion begeistern können, mitzumachen“, berichtet Robin Marwege, Koordinator des Festivals beim Naturpark Lüneburger Heide. So können Gäste des Filmfestes Vorstellungen inklusive Filmgesprächen im Scala Programmkino Lüneburg, im Filmmuseum Bendestorf und im Lichtspiel Schneverdingen besuchen. Im Movieplexx Buchholz sind ebenfalls Filmvorführungen geplant, allerdings ausschließlich für Schulen.

Bis zum 3. Oktober werden insgesamt 20 Filme gezeigt

Bis zum 3. Oktober werden insgesamt 20 Filme gezeigt. Diskussionsrunden mit Experten sind geplant. Das Festival steht unter der Schirmherrschaft der ehemaligen Greenpeace-Aktivistin, niedersächsischen Umweltministerin und Kulturpolitikerin Monika Griefahn aus Buchholz. Sie gab auch den offiziellen Startschuss am Donnerstag, sprach in einem Talk im Anschluss an den in Bendestorf gezeigten Eröffnungsfilm „Gegen den Strom“. Er handelt von einer Umweltaktivistin in Island.

Außer diesem Spielfilm gibt es atemberaubende Doku-Bilder aus der Inselgruppe Spitzbergen, Spannendes über intelligente Bäume oder Berührendes von einem traditionellen Schäfer in einer kapitalistischen Welt zu sehen. „Wichtig war uns aber, dass unsere Gäste mit einem positiven Gefühl aus dem Kino gehen können“, erklärt Hartmut Fach vom Kulturverein Schneverdingen. Darum werden alle Filme mit Gesprächsrunden flankiert. Darin berichten beispielsweise Praktiker aus ihren Projekten und sollen aufzeigen, dass Natur- und Umweltschutz oft gar nicht so schwierig sind und dass ein Leben nach den Leitlinien der Nachhaltigkeit bereichernd sein kann. „Wir bringen zusammen, was zusammen gehört: Mensch und Natur“ heißt es auch im Festivalprogramm.

Auch Schulen beteiligen sich und besuchen Vorführungen

Auch drei Naturpark-Schulen beteiligen sich: Schüler der IGS Buchholz fahren ins Movieplexx, um sich den Film „now“ anzusehen. Von der Grundschule Sprötze-Trelde aus geht es ebenfalls nach Buchholz, wo sich die Kinder mit dem Film „Checker Tobi und das Geheimnis des Planeten“ beschäftigen. „Wölfe und Herdenschutzhunde“ schauen sich Kinder der Grund- und Oberschule Neuenkirchen an. Er wird im Schneverdinger Lichtspiel gezeigt.

Junge Aktivisten von Fridays for Future sind ebenfalls dabei. In Schneverdingen wird wird an diesem Freitag um 14 Uhr der Film „now“ gezeigt. Die Aktivisten werden dann um 16.30 Uhr zu einer Mahnwache vors Rathaus ziehen und haben dort ein Programm mit Wortbeiträgen und regionalen Künstlern gestaltet.

Weitere Infos zum Programm: www.films4future.de