Stichwahl

Bürgermeisterwahl: Hauchdünne Entscheidung in der Elbmarsch

| Lesedauer: 2 Minuten
Katy Krause
Kathrin Bockey, SPD, tritt als Bürgermeisterkandidatin in der Elbmarsch an.

Kathrin Bockey, SPD, tritt als Bürgermeisterkandidatin in der Elbmarsch an.

Foto: Dirk Palapies

Der rot-grüne Wettkampf um das Rathaus in der Elbmarsch war fast spannender als die Ergebnisse der Bundestagswahl.

Elbmarsch. Es war so knapp: Bis fast zum Ende der Auszählung war unklar, wer der beziehungsweise die neue Bürgermeisterin der Elbmarsch des Landkreises Harburg sein würde. Und die Auszählung wollte kein Ende nehmen. Während in Seevetal und Tostedt schon klar war, wer die Stichwahl gewonnen hatte, stand in der Elbmarsch immer noch ein Ergebnis aus einem der 22 Wahlbezirke aus. Um 21.22 Uhr ist es dann amtlich: Eine Frau tritt das Amt an der Spitze der Verwaltung an.

Auf Kathrin Bockey fielen demnach 51,63 Prozent der Stimmen. Auf ihren Mitbewerber von den Grünen, Malte Krafft, demnach 48,37 Prozent. Auch die Beteiligung an Bürgermeisterwahl ist ungewöhnlich in der Elbmarsch. Sie liegt mit 70,34 Prozent nach dem vorläufigen Ergebnis deutlich höher als bei den anderen Bürgermeisterwahlen der Region.

Amtierende Bürgermeister tritt nach 20 Jahren nicht wieder an

Die ehemalige Fraktionsvorsitzende der Geesthachter SPD und ehemalige Landtagsabgeordnete in Schleswig-Holstein stammt aus Rönne. Die 53-Jährige würde demnach auf Rolf Roth folgen. Der amtierende Bürgermeister trat nach drei Wahlperioden und 20 Dienstjahren nicht mehr an.

Hier geht es zum Ergebnis der Bundestagswahl im Landkreis

Im Vorweg war es noch zu einer Panne bei der Bürgermeisterwahl gekommen. Wie berichtet, war es bei Austeilung der Stimmzettel zur Stichwahl an diesem Sonntag zu einem Fehler gekommen. Wie die Samtgemeinde mitteilen musste, hätten einige Wähler anstatt der regulären Stimmzettel auch einen mit einem „Muster“-Aufdruck gekennzeichneten Stimmzettel erhalten.

Das Problem: Die fehlerhaften Stimmzettel sind ungültig

Das Problem: Diese Zettel sind ungültig, weil sie über eine zusätzliche Kennzeichnung verfügen, die Stimme dürften nicht gezählt werden. Um wie viele fehlerhafte und damit ungültige Stimme es sich handelt, war im Vorwege unklar. Ob dies nun noch einen Ausgang auf die Wahl nimmt auch.

Schon am 12. September waren die meisten Stimmen auf Kathrin Bockey entfallen. Im ersten Wahlgang entfielen laut vorläufigem Endergebnis 36,48 Prozent der Stimmen auf sie. Malte Krafft (Grüne) kam auf 29,43 Prozent und ging damit in die Stichwahl. Aus dem Rennen waren Jan-Hendrik von Gartzen (CDU, 20,47 Prozent) und Ulf Riek (Freie Wähler, 13,95 Prozent).