Verfolgungsjagd

Mercedes AMG fliegt durch Garten und geht in Flammen auf

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Nach Verfolgungsjagd in Hamburg-Harburg: Der Mercedes AMG ging in Flammen auf. Der Fahrer kam mit schwersten Verletzungen in ein Krankenhaus.

Nach Verfolgungsjagd in Hamburg-Harburg: Der Mercedes AMG ging in Flammen auf. Der Fahrer kam mit schwersten Verletzungen in ein Krankenhaus.

Foto: Joto / JOTO

Verfolgung mit Hamburger Polizei endet in schwerem Unfall. Fahrer verliert Kontrolle und wird aus Luxuswagen geschleudert.

Hamburg/Seevetal. Er überfuhr eine Ampel bei rot und geriet damit ins Visier der Polizei. Doch anstatt anzuhalten, gab der 33-jährige Fahrer Gas. Die Verfolgungsjagd von der Walter-Dudek-Brücke im Hamburger Stadtteil Harburg aus endete im Landkreis Harburg – im Garten eines Heidelbeerhofes in Seevetal.

Dort ging der Wagen in Flammen auf, nachdem er über einen schweren, großen Findling gefahren war und aufgrund der hohen Geschwindigkeit abgehoben hatte. Der Mercedes AMG C63 krachte in eine Tanne, drehte sich mehrmals und landet am Ende auf dem Dach. Der Fahrer wurde dabei aus dem Auto geschleudert. Zu seinem Glück. Denn bereits kurze Zeit später ging der Wagen in Flammen auf und brannte vollständig aus. Der Mann kam mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus.

Verfolgungsjagd: Mercedes AMG geht bei Crash in Flammen auf

Laut Polizeiangaben wollten die Beamten den Wagen am Dienstagnachmittag nach dem Rotlichtverstoß nur kontrollieren. Sie gaben Haltezeichen, doch der 33-Jährige gab unvermittelt Gas und beschleunigte seinen Wagen derart stark, dass er während der Verfolgung mehrmals außer Sicht geriet.

Der Hamburger raste mit dem Mercedes den Großmoordamm rund fünf Kilometer entlang. In einer scharfen Rechtskurve, am Übergang in den Friesenweg, verlor er laut Polizei dann die Kontrolle über seinen Wagen. Er kam nach links von der Fahrbahn ab und prallte dort auf einen Findling, der als Grundstücksumrandung dient.

Anwohnerin: "Ich hörte lauten Knall, dann sah ich Auto fliegen"

Hierdurch hob der Mercedes ab und flog rund 30 Meter über das Grundstück, brach den Stamm einer ausgewachsenen Tanne ab und prallte auf einen dahinter geparkten VW Touran. Den hatte eine Anwohnerin kurz zuvor auf Grundstück geparkt. "Ich habe kurz zuvor noch im Auto gegessen", sagte sie schockiert. Sie war aufgrund des schönen Wetters extra früher nach Hause gekommen und befand sich im Haus, als sie einen lauten Knall hörte. "Dann sah ich, wie ein Auto durch meinen Vorgarten flog", berichtet sie. Sie alarmierte auch die Polizei.

Die Beamten, die kurze Zeit später am Unfallort eintrafen, leisteten laut Polizei Erste Hilfe, bis der Rettungsdienst eintraf. Um auszuschließen, dass weitere Personen aus dem Fahrzeug geschleudert wurden, wurde der Bereich durch einen Polizeihubschrauber abgesucht. Mehrere Ortswehren aus Seevetal waren im Einsatz und löschten das Fahrzeugwrack.

Polizei Hamburg: 33-Jähriger hatte keinen Führerschein

Am Tag danach ist der Garten des idyllisch gelegenen Hofes abgesperrt. Polizisten ermitteln. Denn auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde der Unfallort von einem Sachverständigen untersucht und dokumentiert. Der Gesamtschaden am Mercedes, dem geparkten Touran sowie am betroffenen Grundstück wird auf rund 80.000 Euro geschätzt.

Der 33-Jährige ist laut Polizei nicht im Besitz eines Führerscheins. Der Wagen ist zudem nicht versichert. Weiterhin ermittelt die Polizei Seevetal wegen Gefährdung des Straßenverkehrs sowie Teilnahme an einem illegalen Kraftfahrzeugrennen. Hierzu werden weitere Zeugen gesucht, die die Fahrt über den Großmoordamm beobachtet haben oder die dem Wagen möglicherweise ausweichen mussten und dadurch gefährdet wurden. Hinweise an: 04105/62 00.

( joto/krk )