Neu Wulmstorf

Tunnel-Sperrung aufgrund des Radschnellweges?

Axel Tiedemann
Die Neu Wulmstorfer SPD-Politiker Tobias Handtke (l.) und Jürgen Waszkewitz wollen die Sperrung der Fußgängertunnels zum Moorgürtel verhindern

Die Neu Wulmstorfer SPD-Politiker Tobias Handtke (l.) und Jürgen Waszkewitz wollen die Sperrung der Fußgängertunnels zum Moorgürtel verhindern

Foto: ein / AT

Neu Wulmstorfer SPD fürchtet aufgrund eines Gutachtens um den Zugang zum Naherholungsgebiet im Moorgürtel.

Neu Wulmstorf. Zu dem geplanten Radschnellwegnetz in der Metropolregion Hamburg zählt auch eine etwa 57 Kilometer lange Trasse von Stade nach Hamburg. Die kürzeste und beste Strecke dafür verläuft nach Meinung vieler Kommunalpolitiker der Region parallel zur Bahnstrecke. Doch es gibt einige Probleme und Bedenken vor allem wegen des Wachtelkönigs.

Naturschutzbehörden sperrten sich lange gegen diese Verbindung wegen des strenggeschützten Wiesenvogels. Dabei ist sie bereits teils als Feldweg vorhanden, allerdings zwischen Buxtehude und Neu Wulmstorf aufgrund des Schutzgebiets unterbrochen. Kürzlich stellten Gutachter (wie berichtet) fest, dass man diese Variante doch wählen könnte. Allerdings nur unter der Voraussetzung, dass andere, bereits vorhandene Wege im Moorgürtel gesperrt werden müssten, um Ruhezonen für den Vogel zu schaffen. Das war dann auch auf allgemeine Genugtuung in beiden Gemeinden gestoßen.

Laut Gutachten soll Tunnel gesperrt werden

Doch bei näherer Betrachtung der Unterlagen ist die Neu Wulmstorfer SPD, die den Lückenschluss immer auch gefordert hatte, nun auf ein Detail gestoßen, das für ihren Ort große Nachteile bringen könnte. „Endlich kommt Bewegung in die Sache, allerdings gibt es einen Haken“, so SPD-Ratsherr Jürgen Waszkewitz. Ihm war aufgefallen, dass dann laut Gutachten auch der Fußgänger- und Radfahrer-Tunnel unter der B3-Neu in Neu Wulmstorf gesperrt werden könnte.

Der Bau des Radweges dürfe jetzt nicht dazu führen, dass Neu Wulmstorfer nicht mehr diese Röhre und die dahinter liegenden Wege zum Naherholungsgebiet nutzen können, fordert er und hat dazu eine Anfrage an die Verwaltung gestellt, um die konkreten Folgen einer solchen Planung zu erfahren. Es gelte jetzt rechtzeitig offene Fragen zu klären, damit Radschnellweg und Zugang zur Naherholung in Einklang gebracht werden können, sagt er.