Baumschutz

Fördergeld für 200 Jahre alte Eiche in Winsen

| Lesedauer: 2 Minuten
Die Eigner mit Landschaftsplanerin Anika Förster und Bürgermeister Wiese (v.l.) an der Eiche.

Die Eigner mit Landschaftsplanerin Anika Förster und Bürgermeister Wiese (v.l.) an der Eiche.

Foto: Stadt Winsen

Erstmals haben Bürger aus Winsen für den Erhalt eines Baums 1000 Euro erhalten.

Winsen.  Bürger der Kreisstadt, die einen oder mehrere orts- oder landschaftsbildprägende Bäume auf ihrem Grundstück pflegen und erhalten, können seit November eine Förderung in Anspruch nehmen. Kira Nuthmann-Schulz und ihre Mutter Evelin Moser haben nun als Erste Gebrauch von der Möglichkeit gemacht. Die rund 200 Jahre alte Eiche auf dem Grundstück der beiden in Pattensen ist im Ort nicht zu übersehen. „Ich weiß nicht, wie oft dieser Baum schon fotografiert wurde, immer wieder halten Menschen an, um ein Foto von der Eiche zu machen“, freut sich Evelin Moser.

Für die notwendigen Schnitt- und Pflegearbeiten in der Krone der Eiche hat Kira Nuthmann-Schulz eine Förderung bei der Stadt Winsen beantragt und mit einem Zuschuss von 1000 Euro als Förderhöchstgrenze fast die Hälfte der Kosten erstattet bekommen. „Viele Menschen freuen sich beim Vorbeigehen an solchen Bäumen, bedenken aber oft nicht, wie viel Pflege für den Erhalt nötig ist,“ so Bürgermeister André Wiese.

Die Eiche braucht viel Licht und Wasser

Einige Regeln müsse sie für den Erhalt eines so alten Baumes beachten, erklärt Nuthmann-Schulz. So darf zum Schutz der Wurzeln beispielsweise nicht die Hausauffahrt gepflastert werden, auf der der Baum steht. „Außerdem braucht die Eiche viel Licht und Wasser“, ergänzt Evelin Moser. Missen möchten sie und ihre Tochter den Baum mit einem Stammumfang von mehr als fünf Metern nicht. „Nach einer Platane ist die Eiche der zweitälteste Baum im Dorf. Er muss erhalten bleiben.“

„Mit der Baumförderung möchten wir uns bei allen bedanken, die prägenden Bäume der Stadt pflegen“, sagt Bürgermeister Wiese. Dabei müssen die Bäume nicht so alt sein wie die Eiche. Jeder orts- oder landschaftsbildprägende Baum habe nach einer Begutachtung von Experten die Chance auf eine Förderung. Landschaftsplanerin Anika Förster ist mit der Resonanz auf die Förderrichtlinie zufrieden: „Es gibt bereits weitere Anfragen von Baumbesitzern, die die Förderung nutzen möchten.“

( rz )