Neu Wulmstorf

Bürgermeisterwahl: CDU nominiert Thomas Wilde

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Für die CDU will Kandidat Thomas Wilde bei der Bürgermeisterwahl in Neu Wulmstorf antreten (Archivbild).

Für die CDU will Kandidat Thomas Wilde bei der Bürgermeisterwahl in Neu Wulmstorf antreten (Archivbild).

Foto: HA

Der Neu Wulmstorfer Ortsverbandschef arbeitet für eine Personalberatung – neue Namen auch in Buxtehude

Neu Wulmstorf.  Nach der SPD hat in Neu Wulmstorf jetzt auch die CDU einen Kandidaten gefunden, der im Herbst um das Bürgermeisteramt kandidieren wird: Der Vorstand des CDU-Ortsverbandes habe sich jetzt für ihn selbst entschieden, bestätigte CDU-Ortsverbandschef Thomas Wilde dem Abendblatt. Der 56-Jährige kommt wie sein Mitbewerber von der SPD aus der freien Wirtschaft.

Kandidat arbeitet für eine Hamburger Personalberatungsfirma

Der Elstorfer Familienvater ist Partner einer Hamburger Personalberatung, ein so genannter „Headhunter“ und dabei auf öffentliche Unternehmen spezialisiert. Wie Behörden „ticken“, könne er also nachvollziehen, sagt Wilde. Der gebürtige Harburger hat auf dem heutigen Heisenberg-Gymnasium Abitur gemacht und anschließend eine Offizierslaufbahn eingeschlagen. Bei der Bundeswehr studierte er auch Volkswirtschaft und wechselte vor etwa 20 Jahren in die Personalberatung. „Jetzt etwas Neues wagen, hat mich schon gereizt“, sagt Wilde. Zudem sehe er viele Themen, die in Neu Wulmstorf jetzt angegangen werden müssten: So zum Beispiel die enge Finanzlage der Gemeinde, die Sorge um Pflegeplätze für Senioren und nicht zuletzt die Verkehrssituation. Mit seinem Netzwerk aus der Wirtschaft wolle er zudem den Gewerbestandort stärken. Wie berichtet, tritt bei den Kommunalwahlen am 12. September Amtsinhaber Wolf Rosenzweig (SPD) aus Altersgründen nicht wieder an. Stattdessen wird die SPD ihren Fraktionschef im Rat, Tobias Handtke, in dieses Rennen schicken. Der 44-jährige Neu Wulmstorfer arbeitet bei Sport-Karstadt. Sollte jetzt nicht noch ein dritter Bewerber nominiert werden, läuft es in Neu Wulmstorf also auf eine Art Zweikampf hinaus.

Auch in Buxtehude werden neue Namen gehandelt

Doch Überraschungen sind immer möglich, wie aktuell das Beispiel Buxtehude zeigt. Auch dort gab es bisher mit Amtsinhaberin Katja Oldenburg Schmidt (parteilos) und Grünen-Fraktionschef Michael Lemke nur zwei Bewerber. Doch jetzt wurde auch Linken-Politiker Benjamin Koch-Böhnke von seinem Ortsverband für eine Kandidatur nominiert. Zwar erreichte seine Partei bei den letzten Kommunalwahlen nur 3,7 Prozent, doch Koch-Böhnke, der auch hauptberuflich für die Linke arbeitet, erhofft sich mit sozialpolitischen Themen eine gute Chance. Und möglicherweise gibt es in der Estestadt mit dem profilierten Strafverteidiger und früheren CDU-Stadtverbandschef Lorenz Hünnemeyer auch noch einen vierten Kandidaten um das höchste Amt in der Stadt. Wahlkampf sei in Corona-Zeiten zwar schwierig für einen Einzelbewerber, aber ausschließen wolle er es noch nicht, so Hünnemeyer zum Abendblatt.

( at )