Neue Zahlen

Mehr Arbeitslose in Harburg und im Landkreis

| Lesedauer: 2 Minuten
Ein Schild weist auf die Agentur für Arbeit hin. Der Arbeitsmarkt in Deutschland hat sich im dritten Quartal dieses Jahres leicht vom Corona-Schock erholt.

Ein Schild weist auf die Agentur für Arbeit hin. Der Arbeitsmarkt in Deutschland hat sich im dritten Quartal dieses Jahres leicht vom Corona-Schock erholt.

Foto: Sina Schuldt / dpa

Zunahme ist geringer ausgefallen als zum Jahreswechsel 2019/2020, sagt Kerstin Kuechler-Kakoschke von der Arbeitsagentur Lüneburg-Uelzen

Harburg/Landkreis Harburg.  Die Arbeitslosigkeit ist im Januar im Landkreis Harburg sowie im Bezirk gestiegen. Im Kreis waren im Vergleich zum Dezember 387 Menschen mehr ohne Job, so dass sich die Zahl der Betroffen auf 6739 erhöhte. Die Arbeitslosenquote stieg von 4,5 auf 4,8 Prozent.

Im Bezirk Harburg legte die Quote von 9,7 auf 10,3 Prozent zu. Insgesamt erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen im Monatsvergleich um 588 auf 9324 Personen. Die Arbeitslosenquote für die Hansestadt Hamburg beträgt im Januar 8,1 Prozent. Das haben die Arbeitsagenturen am Freitag mitgeteilt.

Insgesamt ist der Arbeitsmarkt robust

Der Anstieg der Arbeitslosigkeit von Dezember auf Januar ist grundsätzlich für die Wintermonate üblich. Dennoch sei die Zunahme jetzt geringer ausgefallen als etwa zum Jahreswechsel 2019/2020, sagte Kerstin Kuechler-Kakoschke, die Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Lüneburg-Uelzen, die auch für den Landkreis Harburg zuständig ist. „Insgesamt ist der Arbeitsmarkt robust. Der Beginn der Impfungen gibt Perspektiven und die Betriebe versuchen, ihre Beschäftigten zu halten und nutzen die Kurzarbeit“, sagt die Agentur-Chefin.

Sie rät den Firmen, Unterlagen über die online-Funktionen auf www.arbeitsagentur.de oder die App fürs Kurzarbeitergeld einzureichen. Bis zum 25. Januar gingen im Monatsverlauf im Landkreis Harburg 198 Anzeigen auf Kurzarbeit für 2303 Personen ein. In den Anzeigen wird jeweils die maximal Zahl der Beschäftigten genannt, für die Kurzarbeitergeld beantragt werden kann. Häufig wird diese Zahl aber nicht erreicht.

Für den Bezirk geht die Hamburger Arbeitsagentur trotz des Anstiegs bei den Arbeitslosen davon aus, dass „der Arbeitsmarkt Fahrt aufnimmt.“ Die Arbeitgeber suchten zunehmend wieder Personal. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie seien dennoch weiter spürbar. Bei den Ausbildungen bestünden in den Bereichen Gesundheit, Lagerlogistik und Handwerk gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz in diesem Jahr.

Freie Ausbildungsstellen gemeldet

Für die Berufe Medizinische Fachangestellte, Gesundheits- und Pflegeassistenz, Pflegefachmann, Elektroniker, Mechatroniker und Mechaniker seien noch freie Ausbildungsstellen gemeldet. Auch im Einzelhandel mit Teppichen und Fahrrädern sowie in der Chemiebranche würden weiter junge Menschen gesucht.

Die Berufsberatung ist telefonisch unter 040/2485-1188 oder unter Hamburg.Berufsberatung@arbeitsagentur.de zu erreichen. Auf www.jobboerse.arbeitsagentur.de finden sich zahlreiche Ausbildungsstellenanzeigen für ganz Hamburg.

( rz )