Positiver Trend

Landkreis Harburg meldet 500 neue Arbeitsplätze

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Die Arbeitslosenzahlen im Kreis Harburg haben sich zuletzt positiv entwickelt.

Die Arbeitslosenzahlen im Kreis Harburg haben sich zuletzt positiv entwickelt.

Foto: Jan Woitas/dpa

Im Bezirk Harburg ging die Zahl der Arbeitslosen im Dezember leicht zurück. Quote liegt jetzt bei 9,7 Prozent.

Kreis Harburg/Bezirk Harburg. Die Arbeitslosigkeit im Landkreis Harburg hat sich im Dezember 2020 leicht erhöht. Im Bezirk ging die Zahl dagegen zurück. Für den Landkreis meldete die Arbeitsagentur Lüneburg-Uelzen ein Plus um 31 Personen auf 6352 Menschen ohne Job.

Die Arbeitslosenquote blieb mit 4,5 Prozent konstant. Im Bezirk Harburg verringerte sich die Zahl der Arbeitslosen um 135 auf 8736. Die Quote sank im Monatsvergleich von 9,8 auf 9,7 Prozent. Zum Vergleich: Die Quote für die gesamte Hansestadt lag im Dezember bei 7,7 Prozent. Das haben die Arbeitsagenturen am Dienstag mitgeteilt.

Zeitarbeit, Bau- sowie verarbeitende Gewerbe melden mehr Stellen

In der Region und im Landkreis Harburg stagnierte die Arbeitslosigkeit zum Jahresende auf dem Novemberniveau. Einen positiven Akzent gab es bei der Zahl der neuen Stellen. Im Dezember wurden für dem Kreis Harburg 500 neue Arbeitsplätze gemeldet – 87,6 Prozent mehr als im November, auch gegenüber dem Vorjahresmonat lagen die Zahlen im Plus. „Die Zeitarbeit, das Bau- sowie das verarbeitende Gewerbe und der Handel meldeten deutlich mehr Stellen. Der regionale Arbeitsmarkt bietet nach wie vor Beschäftigungsmöglichkeiten“, sagte Kerstin Kuechler-Kakoschke, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Lüneburg-Uelzen.

Für die im Juni realisierte Kurzarbeit legte die Agentur nun für einen weiteren Monat unter Corona-Zeichen Zahlen vor. Danach wurde in 1165 Betrieben von 6653 Beschäftigten kurzgearbeitet. „Kurzarbeit bedeutet nicht grundsätzlich, dass für alle Beschäftigten die Arbeitszeit auf null abgesenkt wird. Die meisten Kurzarbeiter (35 Prozent) waren von einem Arbeitsausfall zwischen 25 bis 50 Prozent betroffen“, so Kuechler-Kakoschke. Für gut ein Drittel der Kurzarbeiter betrug der Ausfall bis zu 25 Prozent ihrer Arbeitszeit, für ein Viertel mehr als 50 bis 75 Prozent und für 15 Prozent der Kurzarbeiter entfiel 75 bis 99 Prozent der Arbeitszeit. Im Durchschnitt betrug der Arbeitsausfall 43 Prozent.

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Bei den Kurzarbeitenden handelt es sich um Beschäftigte, die im Landkreis Harburg leben und arbeiten sowie um Beschäftigte, die an ihren Arbeitsplatz im Landkreis einpendeln, aber außerhalb des Landkreises wohnen (Einpendler). Gleichzeitig können Personen, die im Landkreis leben, aber außerhalb arbeiten von Kurzarbeit betroffen sein. Sie sind in den Zahlen nicht enthalten, da der Betrieb und damit der Arbeitsplatz der Auspendler nicht im Landkreis Harburg liegen.

Bis zum 28. Dezember gingen im Monatsverlauf 145 Anzeigen für 1555 Personen auf Kurzarbeit ein. In den Anzeigen wird die Maximalzahl der Beschäftigten genannt, für die Kurzarbeitergeld beantragt werden könnte. Erst wenn die Abrechnungen der Unternehmen bei der Arbeitsagentur vorliegen, ist klar, in welchem Umfang Kurzarbeit umgesetzt wurde.

Im Bezirk Harburg ging der Bestand an Arbeitsstellen im Dezember um 58 Stellen auf 823 zurück. Damit gab es im Vergleich zum Vorjahresmonat 173 freie Arbeitsstellen weniger. Arbeitgeber meldeten im Dezember 123 neue Arbeitsstellen, 57 weniger als vor einem Jahr. Seit Januar gingen 1905 Arbeitsstellen ein, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das eine Abnahme von 1088.

( rz )