Adventszeit

Lüneburg feiert Weihnachten ohne Marktgedränge

 Lüneburg leuchtet zur Weihnachtszeit

Lüneburg leuchtet zur Weihnachtszeit

Foto: Steinberg-Böthig / HA

Lichtspiele statt zehntausender Besucher: LüneburgMarketing hat sich besondere Aktionen für das Fest in Corona-Zeiten überlegt.

Lüneburg.  Das festlich beleuchtete Rathaus, hunderte Tannenbäume, liebevoll geschmückt in der gesamten Innenstadt. Riesige Bilder, projiziert auf den Mauern von Glockenhaus, St. Nicolai- und Johanniskirche, erzählen über Lüneburgs Vergangenheit. Schaufenster, die zu Adventskalendertürchen werden, wecken die Neugierde und stimmen aufs Fest ein . Die LüneburgMarketing GmbH (LMG) hat sich für diese andere Weihnachtszeit besondere Aktionen in einer besonderen Zeit überlegt. In den vergangenen Jahren war der Lüneburger Ziel von zehntausenden Besuchern aus ganz Norddeutschland.

„Den von uns allen so geschätzten geselligen Weihnachtstrubel wird es in Lüneburg in diesem Jahr coronabedingt nicht geben. Dennoch wollen wir im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten etwas weihnachtliche Atmosphäre schaffen und die Menschen bei einem sicheren Stadtbummel in Weihnachtsstimmung bringen“, sagt LMG-Geschäftsführer Lars Werkmeister.

Lüneburger Gassenzauber

„Ich glaube, wir müssen lernen, mit dem Virus zu leben und im Alltag damit umzugehen. Wenn wir uns alle an die AHA-Regeln halten, ist auch ein Spaziergang durch die Stadt und damit ein wenig Normalität möglich“, so Werkmeister weiter. Der Lüneburger Gassenzauber solle hierzu ein passendes Angebot sein.

Viele Aktionen können individuell und zeitlich unabhängig von den Besuchern bestaunt werden. „Lüneburg leuchtet“ heißt eine der Aktionen: Eine Lichtzeitreise erfahren die Besucherinnen und Besucher an verschiedenen Orten in der Innenstadt. So zum Beispiel am Glockenhaus, an der St. Nicolai- und Johanniskirche, wo riesige Projektionen über Lüneburgs mittelalterliche Vergangenheit erzählen.

Fast mystisch soll der Platz vor der St. Johanniskirche aussehen, wo die Bäume von unten illuminiert werden. Auf dem Glockenhof werden Schneeflocken tanzen. Und während auf der Mauer des Glockenhauses ein mittelalterlicher Ochsenwagen vorbeizieht ist Hufgetrappel zu hören.

Historisch gekleidete Nachwächter

Jeden Adventssonnabend zwischen 16 und 18 Uhr werden zudem historisch gekleidete Nachwächter am Glockenhaus und an den Kirchen patrouillieren, die aktuelle Stunde ausrufen und auf Nachfrage spannende Geschichten erzählen. Illuminiert werden außerdem wie jedes Jahr die St. Michaeliskirche, das Rathaus und die Brausebrücke am Stint.

Die Beleuchtungsaktion hat bereits gestern begonnen. Sie endet am Sonntag, 27. Dezember.

Beim Lüneburger Adventskalender wird die gesamte Innenstadt zu einem aufregenden Türchen-Paradies. 24 Schaufenster mit 24 Verlosungen versprechen interessante Gewinne. Von Shopping-Gutscheinen über Konzert- und Kinokarten bis zu einem Fahrrad als Hauptgewinn.

Jeden Tag um 10 Uhr wird ein Türchen auf einem der beklebten Schaufenster geöffnet. Zu sehen sind dann Preis, Spender und ein QR-Code. Teilnehmerinnen und Teilnehmer können sich über den Code oder mit einem Formular aus der Tourist-Info für die Verlosung des im Türchen aufgeführten Preises registrieren. Anmeldungen für alle Türchen sind noch bis zum 31. Dezember möglich. Ausgelost werden die Gewinnerinnen und Gewinner Anfang Januar.

200 Tannenbäume mit Lichterketten in der gesamten Innenstadt

Die LMG freut sich, dass die Lüneburger Denkmalpflege für die Aktion eine einmalige Erlaubnis erteilt hat.

Um das Gesamtbild weihnachtlich zu gestalten, werden in diesen Tagen außerdem 200 Tannenbäume mit Lichterketten in der gesamten Innenstadt aufgestellt. So unter anderem in der Bäcker- und Grapengießerstraße, Am Berge, Heiligengeist- und Rote Straße. Kindergärten, Schulen und Familien können sich bei Citymanager Mathias Schneider (mathias.schneider@lueneburg.info) für das Schmücken eines Baumes bewerben.

Der Kreativität kann dabei freien Lauf gelassen werden, nur wasserfest sollte die Deko sein.

Wie in jedem Jahr Jahr wird es auch in dieser Adventszeit wieder die beliebten Lüneburger Märchenhütten geben. Die zwölf Märchenbuden mit beweglichen Puppen und Geschichten über den Froschkönig, Aschenputtel, das tapferen Schneiderlein und vielen mehr stehen unter anderem in der Grapengießerstraße, Am Sande und Am Berge sowie Am Markt und in der Heiligengeiststraße.

Zu hören sind die Geschichten nicht nur auf Hochdeutsch, sondern auf Wunsch auch auf Platt. Die Geschichten können per Knopfdruck gestartet werden.

Als Ersatz für das traditionelle Adventsbasteln für Kinder im Heinrich-Heine-Haus wird es ein Online-Angebot geben, das die LMG gemeinsam mit kreativen Partnern anbietet. Videobeiträge zeigen wie die Bastelideen funktionieren. Dazu gibt es praktische Bastelanleitungen und Materiallisten zum Ausdrucken. Die Teilnahme ist kostenlos.