Seevetal

Landkreis Harburg bekommt eine größere Rettungswache

| Lesedauer: 4 Minuten
Lena Thiele
In Lindhorst entsteht ein Neubau für die Rettungswache des DRK. Sie bietet Platz für elf Rettungsfahrzeuge und ein Notarzteinsatzfahrzeug. Die Fertigstellung ist für Mitte 2022 geplant.

In Lindhorst entsteht ein Neubau für die Rettungswache des DRK. Sie bietet Platz für elf Rettungsfahrzeuge und ein Notarzteinsatzfahrzeug. Die Fertigstellung ist für Mitte 2022 geplant.

Foto: DRK Harburg-Land

Neubau am alten Standort bietet künftig Platz für elf Einsatzfahrzeuge und einen Notarztwagen. Auch Tostedt erhält neue Station.

Seevetal.  Die Rettungswache in Lindhorst wird im kommenden Jahr durch einen deutlich größeren Neubau ersetzt und damit zur bisher größten Einrichtung dieser Art im Landkreis Harburg. Auf dem Gelände an der Helmstorfer Straße in der Gemeinde Seevetal entsteht für 3,4 Millionen Euro eine Station für elf Rettungswagen. Die Rettungswache wird vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) betrieben.

Der bisherige DRK-Hauptstandort in Winsen wurde von der kreiseigenen Rettungsdienstgesellschaft übernommen. In Seevetal sind derzeit neben den zwei Rettungsfahrzeugen und einem Notarztwagen in der Lindhorster Wache drei weitere Fahrzeuge in der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Hittfeld untergebracht. Künftig sollen die Rettungskräfte mit elf Wagen von Lindhorst aus ihre Einsätze im Landkreis fahren. Auch die Abteilungsleitung wird in den Neubau einziehen.

Die Lindhorster Rettungswache besteht seit 1993. Sie ist zu klein geworden und zudem ist die Bausubstanz marode. Im Zuge der Neubebauung wird das in die Jahre gekommene Gebäude abgerissen. „Wir wollen die Notfallversorgung weiterhin gewährleisten und dauerhaft verbessern“, sagt Roger Grewe, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbands Harburg-Land.

„Deshalb bündeln wir alles an einem Standort. So können wir zukunftsfähig sein.“ Baubeginn für die erweitere Wache soll laut Grewe im Herbst 2021 sein. Die Fertigstellung ist für Mitte 2022 geplant.

Gelände wird um 1650 Quadratmeter erweitert

Damit das 1400 Quadratmeter große Gebäude entstehen kann, wurde das Gelände der Rettungsstation um eine Fläche von 1650 Quadratmeter erweitert. Dafür hat das Rote Kreuz ein Grundstück von den Landwirten Ilse und Dennis Meyer erworben. Das DRK sei dankbar, sagt Grewe, dass die Nachbarn diese Fläche für den Neubau überlassen haben. Ansonsten hätte die dringend notwendige moderne Rettungswache an anderer Stelle entstehen müssen.

In dem Neubau wird Platz für elf Rettungsfahrzeuge sein, davon drei Reservewagen. Bis zu 20 Rettungskräfte sollen jeweils an dem Standort einsatzbereit sein. Auch ein Notarzteinsatzfahrzeug wird dort seinen Platz haben.

Zwar gibt es Pläne, den Standort des Notarztes von Lindhorst an zwei neue Standorte in Winsen und Buchholz zu verlegen. „Ich gehe aber davon aus, dass der Notarzt zumindest mittelfristig erst einmal in Lindhorst bleibt“, sagt Grewe. Denn ein zweiter Notarzt solle zwar spätestens im Sommer kommenden Jahres am Krankenhaus Winsen stationiert werden. Die Verlegung nach Buchholz werde aber noch etwas dauern, meint Grewe. „Das ist zwar weiterhin der Plan und das Ziel, aber noch fehlen dort die entsprechenden Räumlichkeiten.“

Auch in Tostedt soll eine Rettungswache entstehen

In Seevetal ist nicht die einzige Baustelle des DRK. Auch in Tostedt soll in Kürze eine neue Rettungswache gebaut werden. Bisher stehen die beiden dort stationierten Fahrzeuge auf dem Gelände der Feuerwehr. „Dort sind wir nur Gast“, sagt Grewe. Für den Neubau habe das DRK ein Grundstück von der Gemeinde gekauft, der Bauantrag sei bereits gestellt. „Im Sommer 2021 wollen wir in den Neubau einziehen.“

Der Neubau in Seevetal ist Teil der Neustrukturierung des Rettungsdienstes im Landkreis Harburg. Im Rettungsdienstbedarfsplan wurde bereits vor zwei Jahren festgelegt, wie die sieben Wachen in der Region neu aufgestellt werden sollen. Gesetzlich vorgegebenes Ziel ist es, dass die Rettungsfahrzeuge in mindestens 95 Prozent der Fahrten innerhalb von 15 Minuten am Einsatzort ankommen.

Um die Notfallabdeckung in der Fläche zu verbessern, soll zudem die Übergangswache auf dem Gelände der Feuerwehr Garlstorf nach Nindorf umziehen. Dort entsteht am Wildpark Lüneburger Heide ein Neubau, den der Landkreis für eine neue Wache nutzen wird.