Nach Tod eines Wolfes

Vier Hochsitze angezündet: Waren es militante Tierschützer?

Eine Polizeibeamtin an einem der abgebrannten Hochsitze.

Eine Polizeibeamtin an einem der abgebrannten Hochsitze.

Foto: Joto / JOTO

In Salzhausen haben Unbekannte an mehreren Stellen im Wald Feuer gelegt. Die Kripo ermittelt und sucht Hinweise auf die Täter

Salzhausen.  Unbekannte Täter haben am Sonntagabend in der Gemeinde Salzhausen mehrere Hochsitze in einem Waldgebiet zwischen den Ortschaften Lübberstedt und Gödenstorf angezündet. Nach ersten Feuerwehrangaben wurden die Brände gegen 21 Uhr gemeldet.

Beim Eintreffen der Rettungskräfte stand einer der Hochsitze in hellen Flammen. In der näheren Umgebung fanden die Feuerwehrleute die weiteren Brandstellen. Da der Verdacht naheliegt, dass die Brände mutwillig gelegt worden sind, nahmen Polizeibeamte der Tatortgruppe ihre Arbeit auf und sicherten an den abgebrannten Hochsitzen sowie an einer von Jägern aufgestellten Lebendfalle Spuren.

Im Oktober war in der Nähe ein Wolf angeschossen worden

Ob eine Verbindung der Brände zu einem nahe Salzhausen angeschossenen Wolf besteht, ist derzeit unklar. Im Oktober war der verletzte Wolf entdeckt worden. Wie in der vergangenen Woche nach einer Obduktion bekannt wurde, hatte das Tier eine Schussverletzung . Es war so stark verletzt, dass es eingeschläfert werden musste. Die Polizei ermittelt auch in diese Richtung. Den Gesamtschaden an den Brandstellen links und rechts der Lübberstedter Straße schätzt die Polizei auf rund 5000 Euro.

Der Zentrale Kriminaldienst der Polizei in Buchholz hat die Ermittlungen zu der Brandserie übernommen. Hinweise zu verdächtigen Personen oder Fahrzeugen, die in der Zeit zwischen 20 und 21 Uhr beobachtet worden sind, erbitten die Beramten unter der Telefonnummer 04181/2850.

( tjo )