Bildung

Neue Grundschule für Winsen geplant

Christian Kool, stellvertretender Leiter für Hochbau und Gebäudewirtschaft in der Sadtverwaltung Winsen vor dem Grundstück, auf dem die neue Grundschule in Stöckte entstehen soll.

Christian Kool, stellvertretender Leiter für Hochbau und Gebäudewirtschaft in der Sadtverwaltung Winsen vor dem Grundstück, auf dem die neue Grundschule in Stöckte entstehen soll.

Foto: Rolf Zamponi

Entscheidung über das Konzept soll Anfang Dezember fallen. Projekt soll bis zu zwölf Millionen Euro kosten und könnte 2024/25 fertig sein.

Winsen/Stöckte.  Eine neue Grundschule für Winsen: Für die Kreisstadt hat der Schulausschuss am Mittwochabend das grundlegenden Konzept für einen Neubau an der Hoopter Straße zur Kenntnis genommen und vorerst als „behandelt“ an den Verwaltungsausschuss weitergereicht. Diskutiert wird derzeit noch, ob das Projekt noch etwas größer werden kann und ob damit auch das Grundstück ausgeweitet werden soll. Der Verwaltungsausschuss soll am 3. Dezember endgültig entscheiden. „Das Konzept für die Schule hat die Politik inhaltlich aber akzeptiert“, sagte Christian Riech, der Erste Stadtrat der Stadtverwaltung, dem Abendblatt. „Die Details werden noch während der Planung konkretisiert.“

Die Überlegungen für die Einrichtung laufen bereits seit zwei Jahren. Die fünf Grundschulen der Stadt sind derzeit gut ausgelastet. Teilweise müssen wie im Borsteler Grund für Schüler und Lehrer zusätzlich Container aufgestellt werden. Die Landesschulbehörde in Lüneburg hat bereits ihr Einverständnis signalisiert. Denn die Stadt kann nachweisen, dass die Schülerzahlen aus den vier Stadtteilen Hoopte, Laßrönne, Tönnhausen und Stöckte bis ins Schuljahr 2026/27 für eine zweizügige Klasse ausreichen. Der politische Grundsatzbeschluss für den Neubau fiel am 5. Dezember im Verwaltungsausschuss.

Stadt will für das Schulgrundstück 18.500 Quadratmeter Land kaufen

Für das Grundstück kommt die Volksbank Lüneburger Heide ins Spiel. Auf der Fläche, die sich derzeit als abgeerntetes Feld präsentiert, will sie ein Wohnquartier entwickeln. Nach den jetzigen Überlegungen, die auch im Ausschuss präsentiert wurden, will die Stadt für das Schulgrundstück 18.500 Quadratmeter kaufen. Das sind 2500 Quadratmeter mehr als im städtebaulichen Entwurf von der Gesellschaft für Entwickeln und Bauen vorgeschlagen wurde.

Vorgesehen ist die Schule für insgesamt 244 Schüler, für die pro Kopf eine Fläche von zehn Quadratmetern bereit stehen soll. „Wir planen größer als für zwei Parallelklassen und sehen die Möglichkeit vor, später noch anzubauen“, sagt Christian Kool, der stellvertretende Leiter für Hochbau und Gebäudewirtschaft.

Für das Lernen soll künftig das Clusterkonzept eine wichtige Rolle spielen. Es ist auch besonders für den Brandschutz geeignet ist. Dabei kann die gesamte Fläche schulisch genutzt werden. Lern- und Unterrichtsräume lassen sich mit den dazugehörigen Differenzierungs-, Aufenthalts- und Erholungsbereichen um eine gemeinsame Mitte gestalten. Denkbar ist die dezentralen Arbeitsplätze für Lehrer sowie die Sanitärbereiche einzubeziehen. „Durch den Funktionswandel von Flur- zu Nutzflächen, führen diese Raumkonzepte nicht zwangsläufig zu einem größeren Bauvolumen“, heißt es in der Vorlage der Verwaltung für den Schulausschuss. Der Unterricht im Freien soll auf 1500 Quadratmeter für Außenklassen stattfinden.

Verwaltung empfiehlt eine Zweifeld-Sporthalle

Für eine zweieinhalbzügige Grundschule würde sich nun als Diskussionsgrundlage eine Geschossfläche von 2240 Quadratmetern ergeben. Die ermittelte Fläche beinhaltet den Mensa- und Ganztagsbereich. Bei zweigeschossiger Bauweise ergibt sich für das Schulgebäude eine Grundstücksfläche von 1500 Quadratmetern. Für die Erweiterung um einen dritten Klassenzug wäre bei einer Bauweise mit einem Geschoss eine Fläche von 500 Quadratmetern nötig.

Die Verwaltung verweist darauf, dass für eine zweieinhalbzügige Grundschule grundsätzlich eine Einfeld-Sporthalle als ausreichend angesehen wird. Um jedoch den Vereinssport in Winsen nachhaltig zu fördern, empfiehlt sie eine Zweifeld-Sporthalle. Im Freien ist ein Rasenspielfeld, eine 50-Meter-Laufbahn sowie eine Weitsprunganlage angedacht.

Das Projekt müsste nach einem abschließenden Votum im Verwaltungsausschuss im Planungsausschuss weiter behandelt werden. Baubeginn könnte 2023 möglich sein. Architekt Kool hält es für möglich, dass der Neubau 2024 oder 2025 fertig sein könnte. Die Kosten dürften mit der Halle aus heutiger Sicht zwischen elf und zwölf Millionen Euro liegen. Darin sind die Grundstückskosten jedoch noch nicht enthalten. „Wir werden uns um Fördergelder bemühen“, versichert Erster Stadtrat Riech. Zudem kann die Kreisschulbaukasse bis zu 30 Prozent der abzurechnenden Kosten übernehmen. Die Hälfte davon als Zuschuss, die andere Hälfte als Darlehen. Den Rest muss die Stadt schultern. Sie hat mit der Stöckter Grundschule nun ihr nächstes Millionenprojekt.