Corona-Krise

Klinikum Lüneburg verstärkt die Intensivstation

Im Lüneburger Klinikum wird Personal auf der Intensivstation verstärkt.

Im Lüneburger Klinikum wird Personal auf der Intensivstation verstärkt.

Foto: Lena Thiele / HA

Corona-Krise: Personal wird aus anderen Bereichen abgezogen. Weniger Operationen. Besucher sind noch zugelassen

Lüneburg .  Auf der Intensivstation des Klinikums Lüneburg werden zurzeit fünf Covid-19-Patienten und zahlreiche weitere Schwersterkrankte behandelt. „Alle haben rund um die Uhr einen sehr hohen Versorgungsbedarf, was insbesondere für unser pflegerisches Personal eine große Herausforderung ist“, sagt Prof. Torsten Kucharzik, Ärztlicher Direktor. „Damit es nicht zu einer Überlastung kommt, werden wir ab dem Montag auch fachspezifisch ausgebildete Pflegekräfte aus anderen Bereichen des Hauses auf der Intensivstation einsetzen.“

Für die medizinische Versorgung entstehen dadurch Einschränkungen: Ab Montag, 16. November , wird es am Klinikum Lüneburg für zunächst zwei Wochen keine planbaren ambulanten Eingriffe geben, das betrifft z. B. Metallentfernungen oder endoskopische Untersuchungen. Planbare Eingriffe, die an einen stationären Aufenthalt gebunden sind, können nur in geringerer Anzahl stattfinden. Alle betroffenen Patienten werden persönlich informiert. Die Notfallversorgung und Behandlung lebensbedrohlicher Erkrankungen ist von Einschränkungen nicht betroffen.

Ultraschalluntersuchungen ohne die Väter

Zum Schutz von Patienten, Mitarbeitern und Besuchern gelten weitere Regelungen für Besucher: Um lange Warteschlangen zu Beginn der Besuchszeit um 15 Uhr zu vermeiden, stellt das Klinikum das Dokumentationsformular für Besucher auf der Website zur Verfügung: www.klinikum-lueneburg.de/Besucherprotokoll. Es kann heruntergeladen und ausgefüllt mitgebracht werden. Werdende Väter können nach wie vor bei der Geburt dabei sein. An Ultraschalluntersuchungen, dürfen sie zurzeit nicht teilnehmen.

Am kommenden Wochenende wird sich entscheiden, ob das Klinikum − wie bereits zahlreicheandere Krankenhäuser − ein generelles Besuchsverbot wie im Frühjahr aussprechen muss. „Täglich betreten undisziplinierte Besucher das Klinikum unter Umgehung der Dokumentationspflicht und trotz entsprechender Hinweise und Absperrungen durch Nebeneingänge. Das macht die Rückverfolgung von Infektionsketten unmöglich und gefährdet die Gesundheit aller“, sagt Klinik-Geschäftsführer Dr. Michael Moormann .