Fischbeker Neubaugebiet

Ärger über neue Fahrradbügel auf Parkplätzen

Diese Fahrradbügel werden in dem Neubaugebiet Heidbrook jetzt auch in reinen Wohn-Sackgassen installiert

Diese Fahrradbügel werden in dem Neubaugebiet Heidbrook jetzt auch in reinen Wohn-Sackgassen installiert

Foto: Ha / ein

Braucht man in kleinen Wohnstraßen mit Einfamilienhäusern Fahrradbügel? „Nein“, sagen Anwohner im Fischbeker Heidbrook

Fischbek.  Vor Bahnhöfen oder Einkaufszentren machen sie durchaus Sinn: Fest im Boden verankerte Bügel, an denen Radfahrer ihre Zweiräder fest anschließen können. Doch in kleinen Wohnstraßen mit Einfamilienhäusern – braucht man dort öffentliche Fahrradbügel? „Nein“, sagen jetzt jedenfalls einige Anwohner im Neubaugebiet Fischbeker Heidbrook und ärgern sich, dass die Bügel in den sogenannten Wohnhöfen installiert werden und damit jetzt die Parkstreifen verengt werden.

Mit zwei großen Kombis werde es dann schon schwierig, dort zu parken, sagt Anwohner Arne Eckhoff. „Angesichts der aktuell katastrophalen Performance der S 3 kann man nur den Kopf schütteln, da man im Moment hier in Fischbek mehr denn je auf das Auto angewiesen ist“, kritisiert der Familienvater.

Verantwortlich ist die städtische IBA

Verantwortlich für die Bügel im neuen Wohngebiet auf dem ehemaligem Kasernengelände ist die städtische Immobiliengesellschaft IBA. Und dort will man offensichtlich trotz der Kritik nicht von den Bügeln abrücken. „Der Ausbau der Fahrradinfrastruktur ist uns auch in suburbanen Lagen ein wichtiges Anliegen“, heißt es auf Abendblatt-Anfrage bei der IBA, die mehrere große Neubaugebiete im Süden Hamburgs realisiert. „Sichere und schnelle Fahrradwege zählen genauso dazu, wie Fahrradabstellplätze für Bewohner und Besucher in ausreichender Zahl und guter Qualität.“

Dafür würden im Fischbeker Heidbrook jeweils drei Fahrradbügel je Wohnhof gemäß der mit dem Bezirk abgestimmten Verkehrsplanung aufgestellt. „Wer soll denn da sein Fahrrad parken?“, fragt nun Anwohner Eckhoff. In den Wohnhof würden doch nur Besucher der Anwohner und Anlieger selbst radeln. „Und die stellen die Räder dann natürlich auf den eigenen Grundstücken ab.“