Winsen fehlen 1,85 Millionen Euro

Matthias Parchatka, Kämmerer in Winsen in seinem Büro im Rathaus

Matthias Parchatka, Kämmerer in Winsen in seinem Büro im Rathaus

Foto: Rolf Zamponi / HA

Finanzchef im Rathaus geht von einem Fehlbetrag von knapp 1,85 Millionen Euro aus, nachdem in den Fachbereichen 588.400 Euro eingespart wurden

Winsen.  Die Kreisstadt wird für 2021 voraussichtlich keinen ausgeglichenen Haushalt vorlegen können. Das geht aus den Berechnungen von Kämmerer Matthias Parchatka hervor, die er am heutigen Dienstag, 22. September, im Finanzausschuss der Stadt vorlegen wird. Der Finanzchef im Rathaus geht von einem Fehlbetrag von knapp 1,85 Millionen Euro aus, nachdem in den Fachbereichen 588.400 Euro eingespart wurden. Die Sitzung des Aussschusses beginnt im Marstall um 18 Uhr. Sie markiert den Auftakt der Haushaltsplanberatungen.

Nachdem mit den Hilfen des Landes Niedersachsen aufgrund der Corona-Pandemie der Haushalt 2020 mit einer schwarzen Null abgeschlossen werden soll, wird dies im kommenden Jahr nicht möglich sein. So rechnet Parchatka mit einer um 1,2 Millionen Euro auf 13,8 Millionen Euro sinkenden Gewerbesteuer und mit um 2,6 Millionen Euro niedrigeren Zuweisungen vom Land. Die Summe, die das Land aus eigenen Steuern und Abgaben überweist, wird noch bei gut sieben Millionen Euro liegen.

Investitionen von rund 21,7 Millionen Euro

Dennoch soll an den geplanten Investitionen von rund 21,7 Millionen Euro festgehalten werden. Mit 9,8 Millionen Euro hat der Kauf von Grundstücken den größten Anteil daran. „Eine aktive Bodenpolitik ist für die Stadt und Ihre Bürger wichtig“, schreibt Parchatka in einem Papier für die Politiker. Zu den weiteren Projekten gehört der Ausbau der Innenstadt und die Dorferneuerung, der Bau der Sporthalle an der Alten Stadtschule, die Sanierung des Kindergarten Borstel sowie die Fertigstellung der Kindertagesstätte Norderbülte.

Der Kämmerer fordert für 2021, dass der Landkreis die Umlage für die Städte und Gemeinden erneut senkt, obwohl sie für 2020 bereits von 49,5 auf 45,5 Prozent reduziert wurde. Der Prozentsatz gibt an, wie viel von ihren gesamten Einnahmen die Kommunen an den Kreis weitergeben müssen. Ein Prozentpunkt weniger würde die Stadt jetzt um 427.000 Euro entlasten.