Imagefilm

Stadt Buchholz will ihr Image aufpeppen

 Markus Höfemann, Foto- und Videoproduzent aus Buchholz, filmt erste Szenen auf dem Peets Hoff.

Markus Höfemann, Foto- und Videoproduzent aus Buchholz, filmt erste Szenen auf dem Peets Hoff.

Foto: Corinna Panek

In dieser Woche haben Dreharbeiten zu einem neuen Buchholz-Film begonnen. Sie sollen voraussichtlich Ende Oktober abgeschlossen sein

Buchholz . Die Stadt Buchholz ist lebens- und liebenswert – so empfinden es viele Alteingesessene und Zugezogene (die in der schnell gewachsenen Stadt ohnehin die Mehrheit bilden). Andere wiederum würden die Vorzüge der Nordheidestadt vielleicht erst auf den zweiten Blick erkennen, nämlich wenn man sie ihnen konkret zeigt.

Die Corona-Pandemie hat dazu geführt, dass allerorts Initiativen des Zusammenhaltens und Miteinanders entstanden sind. Markus Höfemann, Inhaber einer Foto- und Videoproduktionsfirma in Buchholz, war vom bürgerlichen Engagement beeindruckt, stellte jedoch fest: „Es fehlt ein Imagefilm über Buchholz, der dieses vielseitige Engagement der Bürger herausstellt und noch vielen weiteren Menschen bekanntmacht.“ Mit der Idee, einen solchen zu produzieren, wandte er sich an den Verein Buchholz Marketing und rannte dort offene Türen ein.

Im Verein Buchholz Marketing engagieren sich Unternehmen aus Buchholz sowie die Stadt selbst finanziell und mit praktischer Arbeit dafür, dass die Stadt ein positives Image bekommt und vor allem für ihre Einwohner lebens- und liebenswert bleibt. Buchholz Marketing richtet auch Veranstaltungen wie den Weihnachtsmarkt, das Winzerfest oder das Foodtruck-Festival aus.

Ganze Familie spielt im Film mit

Auch Aktionen für mehr Nachhaltigkeit wie der Tauschbecher und die wiederverwendbare Einkaufstasche werden von Buchholz Marketing gefördert.

In dieser Woche haben nun die Dreharbeiten zum neuen Buchholz-Film begonnen. Sie sollen voraussichtlich Ende Oktober abgeschlossen sein – wann genau das sein wird, hängt im Detail sowohl vom Wetter als auch vom Zeitplan der Darsteller ab, denn es sind allesamt keine Profi-Schauspieler, die mitwirken. Die Darsteller gehören vielmehr zum Buchholzer Parabol-Theater, einer sehr erfolgreichen Laien-Schauspielgruppe.

Die kann mit genügend Personal aufwarten: Von Parabol-Mitglied Barbara Rohwer etwa spielt gleich die ganze Familie im Film mit. „Das besondere an unserem Film ist, dass im Vordergrund die Menschen aus Buchholz stehen. Es wird keine ,Aufsager‘, also kommentierte Bilder, geben, sondern die Informationen über Buchholz werden über die Dialoge der Darsteller vermittelt“, erklärt Höfemann.

Drohnenüberflüge oder Totalaufnahmen soll es nicht geben

Auch sonst so typische Szenen wie Drohnenüberflüge oder Totalaufnahmen soll es nicht geben. Erzählt wird die Geschichte von zwei Buchholzer Kindern, die sich beim Spielen auf dem Peets Hoff an den Wasserspielen kennenlernen und Freundschaftsbänder austauschen. Der Film begleitet sie durch die Schule, in der Freizeit, in die Berufsausbildung bis ins Erwachsenenalter. Dann übernimmt die nächste Generation.

Schauplätze sind unter anderem die Waldschule, die Empore, die Sportanlagen am Holzweg und der Brunsberg. Etwa 40 Personen werden im Film zu sehen sein, darunter die 15 Hauptdarsteller, die Latein-Formation von Blau-Weiss Buchholz und die Handball-Luchse, sowie eine Reihe von Statisten.

Ausschließlich ehrenamtliches Engagement

Der Buchholz-Bus ist ebenso zu sehen wie das Musikgeschäft Beechwood (wo der Hauptdarsteller eine Gitarre kauft). Der Film richtet sich an alle Buchholzer, insbesondere aber an die Zugezogenen, die in den nächsten Monaten und Jahren zum Beispiel die Neubaugebiete „Kyrill-Wald“ oder „Ole Wisch“ beziehen werden. Geplant sind eine Kurz- und eine Langfassung, die auch im Buchholzer Kino Movieplexx zu sehen sein soll. In welcher Form ist allerdings noch offen. Ansonsten wird der Film natürlich auf den Buchholzer Webseiten etwa von der Stadt und Buchholz Marketing sowie auf Facebook und Youtube zu sehen sein.

Oliver Weiß vom Buchholz Marketing freut sich über die Umsetzung des Filmprojektes: „Vor allem deshalb, weil der Film ausschließlich durch ehrenamtliches Engagement realisiert wird.“