Explosion an der Elbe

"Aktenzeichen XY": Mysteriöser Todesfall aus Stade gelöst

Seit dem 10. August hatten die Ermittler über die Identität der Leiche aus der Elbe gerätselt (Archivbild).

Seit dem 10. August hatten die Ermittler über die Identität der Leiche aus der Elbe gerätselt (Archivbild).

Foto: Polizei Stade

Sieben Monate nach dem Fund einer Wasserleiche steht die Identität des Opfers fest. Der Fall hatte mit einem Foto polarisiert.

Stade/Hamburg. Der Fall hatte nicht zuletzt durch die ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY.. ungelöst" für bundesweites Aufsehen gesorgt, nun ist er so gut wie gelöst. Sieben Monate nach einer Explosion im Watt der Elbe bei Abbenfleth (Stadt Stade), bei der ein Mann ums Leben gekommen war, ist die Identität des Opfers geklärt.

Wie die Polizei mitteilte, handelt es sich um einen 47 Jahre alten Mann aus Altona. Auf dessen Spur waren Hamburger Ermittler durch einen Hinweis einer Frau gekommen, die Mitte Januar ihren zurückgezogenen Halbbruder als vermisst gemeldet hatte. Abgleiche mit der bundesweiten Datenbank über vermisste Personen und unbekannte Tote sowie der DNA des 47-Jährigen brachten schließlich Gewissheit.

Mann zündete selbstgebauten Sprengsatz

Die Leiche des Mannes war am 10. August 2019 von Spaziergängern am Elbstrand entdeckt und von Einsatzkräften von DLRG und Feuerwehr geborgen worden. Der 47-Jährige hatte sich dort zuvor offenbar mit einem selbstgebauten Sprengsatz das Leben genommen.

Für die Ermittler bleibt nun noch die Frage offen, weshalb er sich für die Tat rund 60 Kilometer nordöstlich nach Stade begeben hatte.

"Aktenzeichen X" zeigte Foto der Wasserleiche

Für die Klärung des Falls war auch die Öffentlichkeit informiert worden. Kontrovers diskutiert wurde dabei unter anderem das Vorgehen der Kriminalsendung "Aktenzeichen XY", die in ihrem Beitrag ein Echtbild der Wasserleiche veröffentlicht hatte.

"Ich weiß, so ein Anblick ist nicht einfach zu ertragen", hatte ZDF-Moderator Rudi Cerne angekündigt. Trotz des Warnhinweises störten sich einige Zuschauer an der Art der Öffentlichkeitsfahndung. "Ich war nicht vorbereitet, dass ich das Bild einer Leiche sehe", klagte ein "Aktenzeichen"-Zuseher damals auf der Facebookseite der Sendung.