Lüneburger Heide

Hamburger Kegelclub mit Kutsche verunglückt – 13 Verletzte

Pferdewagen kommt zwischen Egestorf und Sudermühlen vom Weg ab. Vier Insassen schwer verletzt. Die Ursache gibt Rätsel auf.

Egestorf. Bei einem dramatischen Unfall mit einer Pferdekutsche sind am Mittwoch in der Lüneburger Heide 13 Menschen verletzt worden, vier von ihnen schwer. In Lebensgefahr befand sich keines der Opfer.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei erlitten neun Menschen leichte Verletzungen, darunter auch die Kutschenführerin. Vier Insassen wurden schwer verletzt. Sie und einige Leichtverletzte kamen in Krankenhäuser.

Alle Ausflügler waren älter als 60 Jahre

Das von zwei Pferden gezogene Fuhrwerk war um 11 Uhr von Egestorf Richtung Sudermühlen gestartet. Nach nur 300 Metern in einer leicht abschüssigen Linkskurve war es nach Angaben eines Polizeisprechers nach rechts von der Fahrbahn abgekommen. Der Wagen fuhr eine Böschung hinauf und kippte daraufhin nach links um.

Die Kutscherin (51) aus Döhle erlitt einen Schock, blieb den Polizeiangaben zufolge ansonsten unverletzt. "Alle Teilnehmer an dem Ausflug waren älter als 60 Jahre“, sagte der Polizeisprecher. Kinder kamen demzufolge nicht zu Schaden.

Pferde sollen nicht durchgegangen sein

"Warum die die Kutsche vom Weg abkam, ist aber noch unklar", sagte ein Sprecher der Polizei. Die Pferde seien nicht durchgegangen, heißt es. Es gab auch keine weiteren Unfallbeteiligten.

Bei der verunglückten Gruppe soll es sich nach Abendblatt-Informationen um Mitglieder eines Hamburger Kegelclubs handeln. Die Verletzten wurden von insgesamt sechs Notfallseelsorgern betreut. Rund 45 Sanitäter und 20 Feuerwehrleute waren am Unglücksort im Einsatz. Ein Notarzt traf mit einem Hubschrauber aus Hamburg am Unfallort ein.

In der Lüneburger Heide bieten mehrere Unternehmen Kutschfahrten an.