Bundeswehr

Reservisten sollen rechtsextreme Gruppe gebildet haben

Foto: Matthias Hiekel / dpa

Bei einer Razzia in drei Bundesländern stellen Ermittler Waffen und Munition sicher. Rund 200 Polizisten und Spezialkräfte im Einsatz.

Hannover/Lüneburg. Die Staatsanwaltschaft Lüneburg ermittelt gegen mehrere Bundeswehr-Reservisten, die sich zu einer rechtsextremen Wehrsportgruppe zusammengeschlossen haben sollen. Zuvor war bekanntgeworden, dass die Polizei in einem Großeinsatz mehrere Objekte mutmaßlicher Rechtsextremisten in drei Bundesländern durchsucht hat.

Insgesamt gebe es neun Beschuldigte, darunter seien sechs Reservisten, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Lüneburg am Freitag. Bei sieben Beschuldigten habe es Durchsuchungen gegeben, darunter waren demnach vier Reservisten. Zuvor hatte der „Spiegel“ berichtet.

Razzia: 200 Polizeibeamte und Spezialkräfte

Die Beamten fanden Waffen, Waffenteile und Munition, wie die Sprecherin der Anklagebehörde sagte. Ein „nicht unerheblicher Anteil“ der Waffen müsse zunächst begutachtet werden, bislang könne sie zu den Funden nichts sagen. Die Ermittlungen dauern an. Die Verdächtigen seien männlich und 37 bis 53 Jahre alt.

Durchsuchungen gab es nach Angaben des niedersächsischen Innenministeriums am Mittwoch in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Berlin. Orte wurden nicht genannt, in Niedersachsen geht es um das Gebiet der Polizeidirektionen Lüneburg und Hannover. Im Einsatz waren nach Ministeriumsangaben fast 200 Polizeibeamte und Spezialkräfte unter Leitung des Landeskriminalamts Niedersachsen.

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Region