Ausflugstipp

Um und bei Hamburg: Die Heide strahlt in prächtigen Farben

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Sonnenuntergang in der Lüneburger Heide. Zur Heideblüte lohnt ein Ausflug in den Süden ganz besonders.

Sonnenuntergang in der Lüneburger Heide. Zur Heideblüte lohnt ein Ausflug in den Süden ganz besonders.

Foto: picture alliance

Noch bis in den September hinein ist die wunderbare lila Landschaft in Niedersachsen zu erleben. Wo sie derzeit besonders schön ist.

Lüneburger Heide.  Nun aber schnell. Noch blüht die Heide südlich von Hamburg in voller Pracht. Bis in den September hinein können Besucher die Heideblüte erleben: Wo die Heide derzeit nahe Hamburg blüht, und wie Menschen, die nicht so gut zu Fuß sind, die Heide ebenfalls entdecken können.

Fischbeker Heide

Auch Hamburg hat eine wunderschöne Heidelandschaft. In der Fischbeker Heide wandert man durch ein weites Gebiet mit mini Bergen und Tälern, 20 Kilometer vom Zentrum entfernt. Die Fischbeker Heide ist mit 773 Hektar eines der größten Naturschutzgebiete der Stadt. Im Bereich des Segelflugplatzes ist der lila Teppich besonders schön.

Anfahrt: Parkplatz Am Scharlbargstieg.

Picknick an der Birkenbank

Die kleine Heidefläche Birkenbank bei Egestorf ist erblüht und von Hamburg aus mit dem Auto schnell zu erreichen. Am vergangenen Wochenende noch blühten die Pflanzen zu 80 Prozent. Die Stelle mit den alten Birken an den Wegrändern ist ein beliebter Picknickplatz.

Infos und Anreise: Egestorf, Sudermühler Weg. Parken: Pkw-Parkplatz. www.lueneburger-heide.de

Döhler Heide mit Kutschfahrt

Breit und farbenfroh erstrecken sich die blühenden Pflanzen in der Döhler Heide. Vom Parkplatz aus geht es über Wander-, Rad- und Reitwege in das Naturschutzgebiet, den Schildern Richtung Wilsede folgend. Vom Parkplatz in Döhle aus werden im August/September Kutschfahrten angeboten. Infos und Anreise: A 7 Ausfahrt Evendorf, über Evendorf nach Döhle. Im Ortskern ist der gebührenfreie Parkplatz.

Infos: www.lueneburger-heide.de

Naturlehrpfad Bodenteicher Heide

Die Heide am Schwarzen Berg blüht zu rund 85 Prozent. Wanderwege führen durch das Heidegebiet, das von Wäldern umgeben ist. Der Naturlehrpfad „Heide“ informiert über Pflanzen und Tiere. Ein Schafstall, ein Bienenstand und eine Solitärbienenwand sind auf dem Naturlehrpfad zu sehen. Das ganze Jahr über sind hier Kutschfahrten möglich. Jedoch sollte man im voraus buchen.

Infos und Anreise: Waldweg am Campingplatz, Celler Weg in Bad Bodenteich. www.lueneburger-heide.de/natur/sehenswuerdigkeit/509/bodenteicher-heide.html

Borsteler Schweiz in Bispingen

Rund 75 Prozent der Heidepflanzen in den Borsteler Kuhlen (die Einheimischen sagen Borsteler Schweiz) sind am Blühen. Die Borsteler Schweiz gehört zu den schönsten Landschaftsflecken rund um den Heideort Bispingen. Hier ist die Landschaft zerklüftet statt weit und flach, geformt während der Eiszeit. Durch die Borsteler Kuhlen verlaufen auch der Heidschnuckenweg und mehrere kurze Rundkurse.

Infos und Anreise: Bispingen, Ortsteil Borstel in der Kuhle.

Brunsberg in Sprötze

Auch die Flächen rund um den Brunsberg sind laut Heideblütenbarometer nahezu vollständig aufgeblüht. Tipp: Der 129 Meter hohe Brunsberg ist ein idealer Ort für einen Sonnenuntergang.

Infos und Anreise: Mit dem Auto zum Bahnhof Sprötze, Sprötzer Bahnhofstraße. Von dort ist der Weg ausgeschildert.

Turmberg in Oberhaverbeck

Wer von Oberhaverbeck nach Wilsede wandert, kommt am Turmberg vorbei, kurz hinter Oberhaverbeck rechts. 135 Meter ist er hoch und bietet einen wunderbaren Blick in die Heidelandschaft. Wer nicht gut zu Fuß ist, kann vom Parkplatz aus auch nur zum Turmberg gehen und anschließend im Stimbekhof einkehren, aber nur am Wochenende. Es muss ja nicht immer eine lange Wanderung sein.

Infos: Parkplatz Oberhaverbeck in Bispingen, an der L211. Stimbekhof: www.stimbekhof.de. Dort sitzen Besucher inmitten eines alten Hofensembles. Das ist Lüneburger Heide pur.

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Barrierefrei mit dem Heidebulli

Antje und Arne Soetebier laden ihre Gäste ein, die Heide bequem aus dem Auto heraus zu erleben. Aber nicht irgendein Auto. In ihren liebevoll restaurierten T2-Bullis geht es auf eine besondere Entdeckungstour durch den Naturpark Lüneburger Heide.

Die Heidschnuckentour startet in Undeloh. „Wir fahren an vielen Heideflächen vorbei, in Höpen, am Schneverdinger Heidegarten und auch am Pietzmoor. Die Heide blüht, und dort steigen wir auch mit den Gästen aus, damit sie Fotos machen können“, sagt Antje Soetebier.

Infos: https://heidebulli.de. Telefon: +49 4172 9789712, E-Mail: kontakt@heidebulli.de. Kosten: 55 Euro pro Person.

Wer etwas weiter fahren möchte und kann, erlebt derzeit vor allem in der Südheide eine besonders schöne Heideblüte:

Misselhorner Heide und Tiefental (Hermannsburg)

Die Heideflächen der Misselhorner Heide bei Hermannsburg gehören zu den schönsten des Naturparks Südheide. Hier gehen zwei große Heideflächen ineinander über: die Misselhorner Heide und das Tiefental, auch „Heidefläche am Eicksberg“ genannt. Die Misselhorner Heide ist Teil der „Heideflächen mittleres Lüßplateau“, einem Naturschutzgebiet mit einer Größe von 293 Hektar.

Anfahrt: Parkplatz Misselhorner Heide über die K 17 Hermannsburg Richtung Unterlüß, ca. 1,5 km hinter dem Ortsausgang Hermannsburg liegt rechts der Parkplatz. Der Parkplatz ist mit dem Hinweis „Misselhorner Heide“ ausgeschildert.

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