Schleswig-Holstein

Was die DGB-Jugend jetzt für Azubis im Norden fordert

Fahnen des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) wehen vor dem blauen Himmel.

Fahnen des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) wehen vor dem blauen Himmel.

Foto: dpa

Die Zahl der Ausbildungsverträge in Schleswig-Holstein ist im Vergleich zu 2019 gesunken. Das Problem müsse jetzt angegangen werden.

Kiel. Die DGB-Jugend in Schleswig-Holstein beklagt Belastungen durch hohe Fahrt- und Wohnkosten für Auszubildende. Knapp zwei Drittel der Befragten lebten bei den Eltern oder Verwandten, heißt es im Ausbildungsreport Schleswig-Holstein 2021 der DGB-Jugend. 68 Prozent wünschten sich aber eine eigene Wohnung, teilte die Jugendorganisation des Gewerkschaftsbundes am Mittwoch mit.

Anders als früher seien Auszubildende heute junge Erwachsene und hätten teilweise bereits Familie. Ihre Bedürfnisse hätten sich verändert, argumentierte der DGB-Nachwuchs. Nach Angaben der Auszubildenden Zoé Eller betragen die monatlichen Fahrtkosten im Durchschnitt 116 Euro und damit knapp 15 Prozent der durchschnittlichen Vergütung.

Weniger Ausbildungsverträge in Schleswig-Holstein

„Das ist ganz schön happig. Wir fordern die sofortige Einführung eines echten landesweiten Azubi-Tickets.“ Außerdem müssten günstige, attraktive und lernortnahe Wohnmöglichkeiten geschaffen werden, forderte die DBG-Jugend. Die Ausbildungsvergütungen müssten so hoch sein, dass sie zum Leben reichen.

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Der stellvertretende Vorsitzende des DGB-Nord, Ingo Schlüter, wies auf die gesunkene Zahl der Ausbildungsverträge hin. 2020 seien in Schleswig-Holstein 18 426 Ausbildungsverträge abgeschlossen worden, gut 1600 weniger als im Vorjahr. „Dieses Problem muss jetzt mit Hochdruck angegangen werden.“ Die Corona-Krise sei irgendwann vorbei, der Fachkräftemangel werde aber bleiben.

( dpa/lno )

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