Polizeikontrolle

Zu viel Lachs an Bord: Lkw mit 8000 Kilo Übergewicht

| Lesedauer: 2 Minuten
Blick in den überladenen Sprinter, den die Polizei bei einer Kontrolle stoppte.

Blick in den überladenen Sprinter, den die Polizei bei einer Kontrolle stoppte.

Foto: Polizeiinspektion Rotenburg

Überladen: Bei einer Kontrolle an der A1 zieht die Polizei mehrere Fahrzeuge aus dem Verkehr. Warum jetzt Vermögen abgeschöpft wird.

Sittensen. Fisch, Ferkel und Stoffe bis an die Decke: Bei einer Polizeikontrolle an der A1 auf Höhe Sittensen haben Beamte der Rotenburger Polizei gleich bei mehreren Fahrzeugen deutlich zu viel Ladung festgestellt. Nun geht es den Verursachern ans Vermögen.

Wie die Polizei mitteilte, wurden am Donnerstag auf der Hansalinie A1 gleich mehrere Fahrzeuge wegen erheblicher Überladungen gestoppt. Darunter: ein niederländischer Lastkraftzug, der aus Norwegen in Richtung Bremen unterwegs war. Dem Fahrer war das Gewicht wohl lax. Denn mit den geladenen 48 Tonnen frischen Fisch überschritt er das zulässige Gewicht für das Fahrzeug um rund 8000 Kilogramm, also etwa zwanzig Prozent zu viel Lachs.

Auf Ladefläche eines Sattelzuges drängen sich 780 Ferkel

Um weiterfahren zu können, musste der Fahrer dafür sorgen, dass der überzählige Fisch auf einen anderen Lastwagen umgeladen wurde. So erging es auch einem weiteren Kraftfahrer. Auf seinem Sattelzug befanden sich laut Polizei 780 Ferkel auf der Ladefläche. Damit waren knapp sechs Tonnen oder etwa 15 Prozent zu viel an Bord. Die Beamten ordneten an, dass 180 Tiere auf ein anderes Fahrzeug kamen.

Beim Öffnen der Hecktüren eines Sprinters entdeckte die Polizei, dass er bis an die Decke mit Textilien beladen war. Die Menge der Stoffe überschritt das zulässige Gesamtgewicht um rund 1000 Kilogramm, das sind mehr als 30 Prozent.

Ein kleinerer Lkw, der für einen Umzug genutzt wurde, fiel den Beamten durch 1500 Kilogramm zu viel und damit einem überschrittenen Gewicht von 40 Prozent negativ auf. So durfte der Fahrer nicht weiter.

Auf die Betroffenen kommt jetzt nicht nur ein Bußgeldverfahren zu. Die Beamten regten gegen einige Fahrer und deren Arbeitgeber auch eine Vermögensabschöpfung an. Mit diesem rechtlichen Instrument kann der Staat finanzielle Gewinne, die durch strafbare Handlungen erlangt werden, wie beispielsweise durch den Transport von zu viel Ware, einziehen.

( krk )

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Region