Serie zu Nord- und Ostsee

Abenteuerlicher Sehnsuchtsort: Der perfekte Tag auf Föhr

Mit den Füßen im hellen Sand, Blick auf das Meer – so lässt es sich leben auf Föhr.

Mit den Füßen im hellen Sand, Blick auf das Meer – so lässt es sich leben auf Föhr.

Foto: dpa Picture-Alliance / Daniel Schoenen / picture alliance / imageBROKER

Abendblatt-Serie zu Nord- und Ostsee: Diesmal geht es auf die nordfriesische Insel zwischen Amrum und Sylt.

Hamburg. Einmal Föhr, immer Föhr. Das gilt für viele Urlauber, die die nordfriesische Insel einmal für sich entdeckt haben. Denn das Eiland zwischen Amrum und Sylt kann sich ganz schnell ins Herz schleichen und wird ruckzuck zum Sehnsuchtsort. Föhr ist ja auch etwas ganz Besonderes, besonders charmant vor allem. Fernab jeglicher Großstadthektik gibt es schicke Läden, tolle Strände, viel Natur und jede Menge Aktivitäten, vor allem für Familien und Wassersportler. Wer es gern entspannt und unaufgeregt mag, ist hier genau richtig.

Der (Strand-)Spaziergang


Für mich gibt es nur den einen wahren Strand, und das ist der Bereich in Goting und Nieblum. Von dort aus kann man prima die ganze Zeit am Strand bis nach Wyk gehen. Das dauert rund 30 bis 40 Minuten, je nachdem, wie eilig man es hat. Bei Ebbe geht es auf dem feuchten Wattboden etwas besser als bei Flut auf dem Sand. Aber beides hat seinen Reiz. Am besten geht das natürlich barfuß, nur dann ist es ein richtiger Strandspaziergang. Die Strecke ist zunächst mitten in der Natur und führt dann vorbei an der Surfstation mit Café und Bistro Pitschies, am Upstallsboom Wellnessresort, am Aquawyk bis in die „Innenstadt“ von Wyk. Unterwegs gibt es schon einige Cafés an der Promenade. Den besten Cappuccino der Insel trinkt man, subjektiv, aber wahr, in dem kleinen Einrichtungsladen Privatsache an der Süderstraße. Und dann geht es wieder am Strand zurück.


Das Kulturerlebnis


Das ist auf Föhr eine ganz klare Sache: Am Museum der Kunst der Westküste in Alkersum führt kein Weg vorbei. Das ist ein Muss und bietet sich vor allem an regnerischen Tagen an. Das Museum knüpft an die Geschichte von Grethjens Gasthof an, einer Gaststätte im Dorf, wo sich im 19. Jahrhundert Künstler aus Deutschland und Dänemark getroffen haben.

Diesen künstlerischen Treffpunkt wieder zu beleben, war Anlass zur Stiftung des Museums und zum Neubau. Das Haus sammelt, erforscht und vermittelt Kunst. Im Mittelpunkt steht dabei Kunst aus den Niederlanden, Deutschland, Dänemark und Norwegen, die sich mit den Themen Meer und Küste des 19. bis 21. Jahrhunderts beschäftigen. Für Kinder gibt es Workshops und den Hyggeraum – ein gemütliches Zimmer mit strahlend blauem Teppich.


Das perfekte Essen


Das kann nach einem Tag als Windsurfer auf dem Wasser auf Föhr der nächstbeste Grieche oder die nächste Pizzeria sein. Aber Föhr hat kulinarisch noch viel mehr zu bieten. Ein Abstecher ganz in den Nordwesten nach Utersum lohnt sich, um im Restaurant Hennigs zu essen. Hier gibt es regionale und frische Produkte, originäre Rezepte und saisonale Spezialitäten. Hervorzuheben sind die Föhrer Spezialitäten wie Wein und Käse.

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Das besondere Erlebnis


Ich mag kein Minigolf, jedenfalls nicht auf hässlichen, ungepflegten Plätzen. Aber wir lieben Adventure-Golf in Borg­sum! Das gehört zum Urlaub dazu. Diese Anlage ist modern, und die 18 Bahnen mit einer Gesamtlänge von 350 Metern sind auf gepflegtem Kunstrasen gebettet. Abenteuer heißt hier, dass man auch schon mal mit dem Floß zur nächsten Bahn übersetzen kann oder hoch hinaus vom Aussichtsturm den Ball einlochen muss. Die einzelnen Bahnen erzählen etwas über die Geschichte Föhrs, ganz nebenbei und sehr kreativ.

Die Übernachtung

Urlaub auf Föhr bedeutet in der Regel, sich eine Ferienwohnung oder ein Ferienhaus zu mieten. Davon gibt es eine riesige Auswahl in jeder Preiskategorie. Wer sich etwas verwöhnen möchte, kann das wunderbar in dem kleinen familiären Hotel Waastwinj (zu dem das Restaurant Hennigs gehört) in Utersum. „Waastwinj“ ist Friesisch für „Westwind“. In Utersum gibt es übrigens die schönsten Sonnenuntergänge. Das Hotel mit zwei Einzel- und 16 Doppelzimmern ist umgestaltet und 2018 wiedereröffnet worden in einem modernen und gleichzeitig gemütlichen Design. Eine Besonderheit ist hier die Schäferwagen-Sauna draußen. Hotelchef Roluf Hennig, gebürtiger Föhrer, ist seit 30 Jahren Gastgeber. Zusammen mit seiner Frau Ellin und ihrem zwölfköpfigen Team kümmert er sich hier um alles. Apropos verwöhnen: Massagen, Mani- und Pediküre gibt es direkt vor Ort.

Das neue Magazin

Nach dem Erfolg im Sommer bringt das Abendblatt die zweite Ausgabe des Magazins „Nord? Ost? See!“ für Urlaub und Ausflüge an den Küsten im Norden – unter anderem mit den „Perfekten Tagen ...“ – in den Handel. Das 108-seitige Magazin kostet 9 Euro (Treuepreis 7 Euro) und erscheint am 1. Oktober. Vorbestellungen unter abendblatt.de/magazine und Telefon unter 040 / 333 66 999 (Mo–Fr 8–18 Uhr).