Norddeutschland

Sylt-Shuttle und EVB-Bahn: Züge kollidieren mit Autos

Im Kreis Stade kollidierte am Montag ein Volvo mit einem Zug der EVB-Bahn.

Im Kreis Stade kollidierte am Montag ein Volvo mit einem Zug der EVB-Bahn.

Foto: Polizeiinspektion Stade

20-jährige Autofahrerin im Kreis Stade schwer verletzt. Strecke des Sylt-Shuttles zwischenzeitlich gesperrt.

Kutenholz-Aspe/Neukirchen. Am Montag kam es im Norden gleich zwei Mal zu einem Unfall zwischen einem Auto und einem Zug. Im Kreis Stade wurde eine 20-jährige Autofahrerin dabei schwer verletzt. Bei einer Kollision mit dem Sylt-Shuttle in Neukirchen wurde das beteiligte Auto 15 Meter weit geschleudert, es wurde niemand verletzt.

Kutenholz-Aspe: EVB-Bahn kollidiert mit Volvo

Der erste Unfall ereignete sich gegen 12.50 Uhr am Bahnübergang an der Verenfeldstraße in Kutenholz-Aspe. Dort kam es zu einem Zusammenstoß zwischen einer EVB-Bahn und einem Volvo. Die 20-jährige Autofahrerin aus Buxtehude wurde dabei schwer verletzt.

Sie fuhr mit dem Volvo über den Bahnübergang, der durch ein Andreaskreuz und eine Lichtsignalanlage gesichert war, heißt es von der Polizeiinspektion Stade. Vermutlich übersah sie dann die von rechts kommende Bahn. Trotz einer Notbremsung konnte sie den Zusammenstoß nicht mehr verhindern und schleuderte mit dem Pkw in die Böschung.

Fahrgäste von Feuerwehr aus Zug geholt

Die Autofahrerin konnte sich anschließend selbst aus dem Pkw befreien. Sie wurde in das Elbe Klinikum in Stade gebracht. Die acht Fahrgäste der Bahn, der Triebwagenführer und die Zugbegleiter wurden nicht verletzt. Sie konnten von der Feuerwehr mit einer Rettungsbühne aus dem Zug geholt werden.

An der Bahn, an der Signalanlage und an dem Pkw entstand ein hoher Sachstanden, so die Polizei. Der Pkw musste aufwendig geborgen werden. Dafür wurde die Bahnstrecke voll gesperrt.

Eine erste Überprüfung der Signalanlage ergab, dass diese zum Unfallzeitpunkt intakt war. Die Polizei geht demnach davon aus, dass die Autofahrerin das Signal übersehen hatte.

Autounfall mit Sylt-Shuttle: Autofahrer fuhr durch Absperrung

Auch in Neukirchen (Schleswig-Holstein) ist am Montag ein Zug mit einem Auto auf den Bahngleisen kollidiert. Das Auto wurde dabei zehn Meter weit ebenfalls in eine Böschung geschleudert.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei fuhr der 56-jährige Autofahrer verbotenerweise durch die wegen einer Baustelle voll gesperrte Diedersbüller Straße. Anschließend wollte er trotz geschlossener Halbschranke und rotem Warnlicht den Bahnübergang überqueren, so die Polizei am Dienstag.

Reisende im Sylt-Shuttle blieben unverletzt

Der Pkw-Fahrer und die 20 Reisenden im Zug blieben laut Polizeiangaben aber unverletzt. An der Lok entstand jedoch erheblicher Sachschaden, so die Polizei. Da eine Weiterfahrt nicht mehr möglich war, mussten zunächst 2500 Liter Diesel aus dem Tank abgepumpt und der Zug anschließend durch eine Ersatzlok in den Bahnhof Niebüll abgeschleppt werden.

Die Strecke war bis zum Abend gesperrt, wie ein Sprecher der Bundespolizei sagte. Der Sylt-Shuttle war auf dem Weg zur Insel gewesen und mit 110 Autos, fünf Kleintransportern sowie einem Bus beladen gewesen.