Schleswig-Holstein

Verdi macht Druck: Neue Buswarnstreiks im Norden

Erneut müssen Pendler mit Streiks rechnen: Viele Busfahrer legen noch in dieser Woche ihre Arbeit nieder (Archivbild).

Erneut müssen Pendler mit Streiks rechnen: Viele Busfahrer legen noch in dieser Woche ihre Arbeit nieder (Archivbild).

Foto: imago/penofoto

Tarifverhandlungen mit dem Omnibus Verband Nord (ONV) stocken. In diesem Zeitraum legen Busfahrer ihre Arbeit wieder nieder.

Husum/Flensburg. Pendler und Schüler in Schleswig-Holstein müssen von Mittwoch an erneut mit starken Einschränkungen im Busverkehr rechnen. Die Gewerkschaft Verdi ruft zu flächendeckenden Warnstreiks im gesamten Tarifgebiet im privaten Busgewerbe von Mittwoch bis Sonntag auf. Hintergrund sind die stockenden Tarifverhandlungen mit dem Omnibus Verband Nord (OVN).

Die für vergangenen Freitag in Kiel angesetzte Verhandlungsrunde der Tarifpartner war geplatzt. Bereits zuvor hatten viele Busfahrer landesweit vier Tage lang die Arbeit niedergelegt.

Warnstreiks: Gebiete unterschiedlich stark betroffen

Der Kreis Schleswig-Flensburg wies am Montag auf die anstehenden Behinderungen im Kreisgebiet sowie den Nachbarkreisen hin. Welche Gebiete zu welcher Zeit genau betroffen sein werden, war den Angaben zufolge zunächst noch nicht bekannt. Der Kreis rät Betroffenen, sich bei den Verkehrsbetrieben direkt zu informieren.

Der Kreis Nordfriesland teilte mit, dass erneut der gesamte Busverkehr im Festlandbereich des Kreises ausfällt. Das gelte auch für den Ortsverkehr in Husum und St. Peter-Ording sowie die Fahrten aus Nordfriesland in die Nachbarkreise sowie die Stadt Flensburg und andersherum. Auch der Rufbus verkehrt an den fünf Tagen nicht. Die Busverkehre auf den nordfriesischen Inseln sind den Angaben zufolge nicht betroffen.

Verdi fordert Erhöhung der Löhne und Gehälter

Der OVN deckt in vielen Kommunen und Kreisen den Schülerverkehr und den öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) im Auftrag der öffentlichen Träger ab. Der Verband hatte angeboten, rückwirkend vom 1. Januar 2020 bis zum 1. November 2021 die Löhne um insgesamt 200 Euro in vier Schritten zu erhöhen. Verdi dagegen fordert eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um zwei Euro pro Stunde rückwirkend zum 1. Januar.