In der Grabkammer wurden Schmuck und Waffen gefunden

Der Denghoog ist eines von elf erhaltenen Megalithgräbern auf Sylt. Diese Grabdenkmale wurden zur Erinnerung an Personen und ihre Taten an einem landschaftlich dafür geeigneten Ort errichtet, als Tor in eine nächste Daseinsebene gewissermaßen. Megalithgräber sind ein charakteristisches Kulturlandschaftselement in Schleswig-Holstein, ganz Norddeutschland und im dänisch-südschwedischen Raum.

Der Denghoog ist ein besonders gut erhaltenes Großsteingrab. Seine ovale, aus zwölf großen Findlingen (Granite und Gneise) erbaute Steinkammer wird durch drei große Decksteine abgedeckt. Den Zugang zur Kammer bildet ein aus Findlingen erbauter, sechs Meter langer Gang. Der Denghoog ist eines der wenigen Großsteingräber, die noch von einem Erdhügel überdeckt sind. Direkt über der Steinkammer wurde eine mächtige Schicht aus kleineren, etwa kopfgroßen Findlingen aufgebracht und mit grauem Klei wie mit Mörtel verbunden und abgedichtet.

Bei der erstmaligen Öffnung der Grabkammer im Jahr 1868 durch den Hamburger Geologen Ferdinand Wirbel wurden umfangreiche Beigaben wie Keramikgefäße, Feuersteinbeile und Bernsteinschmuck gefunden. Die Gefäße hatten möglicherweise ursprünglich noch Speisen und Getränke zum Inhalt. Die Verzierungsmuster der Keramiken lassen darauf schließen, dass der Denghoog um 3200 vor Christus erbaut wurde.