Beach Bay

Neuer Ferienpark für Travemünde – und Henssler mittendrin

Die Beach Bay auf dem Priwall ist das neue Gesicht von Travemünde. Es ist eines der größten Tourismusprojekte in Schleswig-Holstein.

Die Beach Bay auf dem Priwall ist das neue Gesicht von Travemünde. Es ist eines der größten Tourismusprojekte in Schleswig-Holstein.

Foto: Voegele / Planet Haus

Tourismusprojekt mit 400 Wohnungen, Hotel und Markthalle. Star-Koch Steffen Henssler eröffnet erstes Lokal außerhalb Hamburgs.

Travemünde.  Beach Bay Travemünde – so heißt eines der größten Tourismusprojekte in Schleswig-Holstein, das sich auf der Zielgeraden befindet. Auf dem Priwall auf mehr als sechs Hektar entsteht ein neues Quartier mit einem Ferienresort mit rund 400 Wohneinheiten, einem Erlebnispark sowie einem Kongresszentrum inklusive Hotel mit 110 Zimmern und Tapas- und Weinbar. Eine Markthalle mit Gastronomie und Shops wird im Frühjahr 2020 an der neu gestalteten Promenade eröffnen – von hier schauen die Gäste auf Travemünde und die Ostsee. Ein Eiscafé gibt es auch schon. Auf der Premiumfläche an der Spitze mit großer Terrasse zum Meer eröffnete am Donnerstag TV-Koch Steffen Henssler sein Restaurant Ahoi.

Das ist sein erstes Lokal außerhalb von Hamburg. „Die Lage direkt an der Ostsee ist zu schön um wahr zu sein. Das Ahoi ist ein Restaurant für alle mit lockerer­ Atmosphäre“, sagte Henssler dem Abendblatt. Die Einrichtung ist maritim, drinnen gibt es 146 Sitzplätze und weitere 192 Plätze auf der Terrasse. Auf der Speisekarte stehen Sushi-Bowls, Burger, Currywurst und Fish ’n’ Chips. „In diese Location passt kein hochpreisiger Laden. Hier kann man sich in gemütlicher Runde treffen, essen oder einfach nur einen Cocktail trinken. Wir bieten faire Preise und trotzdem natürlich eine hohe Qualität“, so Henssler. Der Teriyaki Beef Burger – Favorit des Gastronomen – kostet 11,90 Euro.

Henssler ist offen für weitere Projekte

Das erste Ahoi hatte Henssler im Februar 2017 – sein Bruder Peter ist sein Partner – an der Spitalerstraße in Hamburg eröffnet. Im nächsten Jahr soll ein weiteres Restaurant in Scharbeutz folgen. Henssler kann sich auch vorstellen, noch weitere Standorte an der Ostsee zu eröffnen. Aber: „Wir machen das ganz entspannt, erst mal konzentrieren wir uns auf Travemünde.“

Der 47-Jährige hat sich inzwischen ein kleines Gastro-Imperium aufgebaut, betreibt in Hamburg vier eigene Restaurants – darunter das Henssler & Henssler am Hafen und das Henssler Go an der Rothenbaumchaussee. Mit HSV-Präsident Marcell Jansen hat er außerdem in der Europa Passage das Kinneloa eröffnet. Auch die Kochschule und Eventlocation Hensslers Küche gehört ihm. Aber Henssler will noch mehr. Nach der Ostsee nimmt der umtriebige Geschäftsmann jetzt Kurs auf Frankfurt am Main. Dort eröffnet Ende Dezember im Hauptbahnhof ein weiteres Ahoi.

Ein touristischer Leuchtturm, um den uns jetzt schon viele andere Ostseebäder beneiden.

Uwe Kirchhoff, Kurdirektor von Travemünde

Aber zurück auf den Priwall. Die Planet Gruppe entwickelt Beach Bay – was auf Deutsch Strandbucht heißt –, die Gesamtinvestition liegt bei rund 175 Millionen Euro. „Beach Bay ist das neue Gesicht von Travemünde. Es ist hier ein kleiner neuer Stadtteil entstanden“, sagte Prokurist Tobias Keuchel beim Rundgang mit dem Abendblatt.

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Inzwischen sind fast alle Appartements fertiggestellt und verkauft. Die Vermietung an die Urlaubsgäste – es machen hier neben Hamburgern auch Niederländer und Skandinavier Urlaub – wird für die Eigentümer von Novasol und Landal GreenParks übernommen. Die Wohnungen liegen in einzelnen Gebäuden, wie die Passatvillen in erster Reihe, dort haben die Gäste auch einen eigenen Whirlpool und ein Dampfbad. Noch eine Baustelle ist das Bay Center­ direkt am Strand. Hier sollen vom Sommer 2020 an eine Indoor-Spielhalle für Kinder, eine Golfanlage und ein Beach-Club eröffnen. Das Hotel und Kongresszentrum Slow Down mit Tagungskapazitäten für bis zu 400 Personen soll im März 2020 an den Markt gehen­ – noch werkeln dort die Bauarbeiter.

„Wir setzen hier auf Erlebnistagungen mit Meerblick“, sagt Keuchel. Travemündes Kurdirektor Uwe Kirchhoff, spricht von „einem touristischen Leuchtturm, um den uns jetzt schon viele andere Ostseebäder beneiden“. Das sei ein Quantensprung für den Tourismus in Travemünde. Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) sagte dem Abendblatt: „Der Priwall gehört neben Olpenitz und Heiligenhafen zu den bedeutendsten Tourismusprojekten an der schleswig-holsteinischen Ostseeküste und ist ein Gewinn für Travemünde.“ Das Land hat rund 8,3 Millionen Euro in die neue Priwall-Promenade investiert.