Kreis Pinneberg

Feuerwehrmann von Rentner angefahren – offenbar absichtlich

Ein Autofahrer missachtete im Kreis Pinneberg Absperrungen und verletzte einen Feuerwehrmann.

Ein Autofahrer missachtete im Kreis Pinneberg Absperrungen und verletzte einen Feuerwehrmann.

Foto: HA

77-jähriger Autofahrer missachtete Absperrungen bei Reinigungsarbeiten der Ölspur in Appen und verletzte Einsatzkraft.

Pinneberg. Während des Feuerwehreinsatzes zur Beseitigung der Ölspur, die sich am Sonntag durch Pinneberg zog, kam es am Sonntagmittag gegen 14.30 Uhr zu einem Zwischenfall: An der Kreuzung Rollbarg/Wedeler Chaussee/Appener Straße wurde ein Feuerwehrmann von einem uneinsichtigen Autofahrer leicht verletzt.

Dieser hatte die Sperrung der Feuerwehr gleich zweifach missachtet und die Einsatzkraft von der Freiwilligen Feuerwehr Appen mit seinem Fahrzeug touchiert, so ein Sprecher des Kreisfeuerwehrverabdns Pinneberg. Die Polizei nahm den Vorfall als "Unfall mit Personenschaden" auf, der verletzte Feuerwehrmann stellte einen Strafantrag.

Autofahrer verletzt Feuerwehrmann

Der 77-jährige Fahrer des Autos kam auf der Straße Rollbarg aus Pinneberg-Waldenau und fuhr nach bisherigen Erkenntnissen kurz vor der Kreuzung zur Wedeler Chaussee über die Gegenfahrspur an mehreren wartenden Fahrzeugen vorbei, um links in die Wedeler Chaussee in Richtung Wedel abzubiegen. Da auf dieser Straße noch die Reinigungsarbeiten der Feuerwehr durchgeführt wurden und die Straße deswegen gesperrt war, ging der Feuerwehrmann dem Autofahrer zu und signalisierte ihm mit Handzeichen die Sperrung.

Statt anzuhalten, fuhr er das Auto jedoch weiter bis es das Knie des 36-jährigen Feuerwehrmannes berührte. Im Gespräch erklärte dieser dem Autofahrer die Situation und kehrte mit dem Glauben, sich verständlich ausgedrückt zu haben, auf seinen Posten zurück. Als er sich kurz darauf umdrehte, hatte sich der Pkw wieder in Bewegung gesetzt. Dies zwar in langsamem Tempo, aber doch so schnell, dass der Feuerwehrmann sich nur mit einem Sprung auf die Motorhaube zu helfen wusste.

Die Feuerwehr alamierte daraufhin die Polizei, die den Unfall aufnahm. Der verletzte Feuerwehrmann konnte im Dienst bleiben, wird jedoch am Montag einen Arzt aufsuchen.

Kreiswehrführer äußerte sich zu Vorfall

Kreiswehrführer Frank Homrich hat mit Bestürzung auf diesen Vorfall reagiert. „Ich finde es beschämend, dass ein Autofahrer, für dessen Sicherheit wir im Einsatz sind, es billigend in Kauf nimmt, Einsatzkräfte zu verletzen“, sagte er. Daran, dass man an Absperrungen oft diskutieren müsse, habe man sich mittlerweile schon fast gewöhnt und auch an die ein oder andere Beleidigung sei durchaus nicht mehr ungewöhnlich, aber dies sei Gewalt gegen Einsatzkräfte.