Schleswig-Holstein

Hinterrad verloren – wurde der Rettungswagen manipuliert?

Bei einem Rettungswagen löste sich ein Hinterrad. Die Polizei ermittelt wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr

Bei einem Rettungswagen löste sich ein Hinterrad. Die Polizei ermittelt wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr

Foto: Stefan Puchner / dpa

Der hintere Zwillingsreifen löste sich, das Chassis prallte auf die Fahrbahn. Die Polizei glaubt an vorsätzliche Beschädigung.

Bad Malente. Ein Rettungswagen eines privaten Unternehmens hat in Bad Malente während der Fahrt ein Rad verloren. Er befand sich nach Polizeiangaben auf dem Rückweg aus Lübeck von einem Krankentransport, als die Sanitäter ein lauter werdendes Geräusch bemerkten. Kurz darauf prallte das Chassis auf die Fahrbahn und das Fahrzeug stoppte schlagartig, weil sich der hintere linke Zwillingsreifen von der Achse gelöst hatte. Bei dem Zwischenfall wurde niemand verletzt, teilte die Polizei am Freitag mit.

Nach Angaben der Polizei wurde nur eine der sechs notwendigen Radmuttern am Unfallort gefunden. Die Ermittler gehen davon aus, dass sich die fehlenden fünf Muttern bereits während der Fahrt gelöst haben. Sie ermittelt jetzt wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und Zerstörung wichtiger Arbeitsmittel nach Paragraf 305a des Strafgesetzbuches. Danach wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft, wer ein Fahrzeug der Polizei, der Bundeswehr, der Feuerwehr, des Katastrophenschutzes oder eines Rettungsdienstes ganz oder teilweise zerstört.