Lübeck

Beim Sex Hose gestohlen – Opfer nimmt Verfolgung auf

Nackt laufen zu gehen hat gute Tradition - wie diese altgriechische Amphore zeigt.

Nackt laufen zu gehen hat gute Tradition - wie diese altgriechische Amphore zeigt.

Foto: imago/United Archives

Für ein Stelldichein hatte ein Mann seine Hose neben dem Auto abgelegt – keine gute Idee. Doch es wurde noch kurioser.

Hamburg/Lübeck. Aus einem romantischen Stelldichein im Auto wurde für einen 28-Jährigen Lübecker eine zeitweise hosenlose Verfolgungsjagd: Gegen 5 Uhr am Sonntag wandte der Mann sich an eine Polizeistreife, um den Diebstahl seiner Geldbörse anzuzeigen.

Er sei zum Sex mit einer Bekannten auf einem Parkplatz verabredet gewesen und habe im Eifer der Vorfreude seine Hose samt Portemonnaie neben dem Wagen abgelegt. Obwohl er ja eigentlich anderweitig beschäftigt war, fiel dem Mann doch auf, dass sich ein Unbekannter mit der Hose in der Hand von dannen machte. Der 28-Jährige nahm die Verfolgung auf – ohne Hose.

Hose wieder da – Portemonnaie nicht

Zwar ließ der Dieb nach kurzer Zeit das fremde Beinkleid fallen – nicht aber die Geldbörse. Das stellte den Bestohlenen vor eine schwierige Entscheidung: Weiterlaufen ohne Hose, dafür mit größeren Chancen darauf, den Dieb doch noch einzuholen? Oder die Hose wieder anziehen und eventuellen dummen Fragen wegen der mangelnden Bekleidung entgehen?

Er entschloss sich, sich vor der weiteren Verfolgung wieder anzuziehen. Eventuell wäre das Aufeinandertreffen mit den Polizisten kurze Zeit später sonst etwas anders abgelaufen. Die Beamten beteiligten sich nun an der Suche nach dem gemeinen Hosendieb, fanden auch tatsächlich kurze Zeit später einen anderen, ebenfalls 28 Jahre alten Mann. Dieser hielt sich in einem Gebüsch versteckt und versuchte zu fliehen, als er von den Beamten angesprochen wurde.

Der Hosendieb blieb verschwunden

Diese Sorte Verhalten führt naturgemäß dazu, dass sich die Polizei einem mit vermehrter Aufmerksamkeit widmet. Tatsächlich wurde der Flüchtende rasch eingeholt und vorläufig festgenommen. Im weiteren Verlauf stellte sich heraus, dass er zwar nicht der gemeine Hosendieb ist. Dafür aber hatte sich der Busch-Mann kurz zuvor an verschiedenen Stellen mit Graffiti verewigt, wovon unter anderem sechs leere Farbdosen zeugten, die bei ihm gefunden wurden. Dass er außerdem ein Tütchen mit Marihuana bei sich trug, machte die Lage für den ganz zufällig geschnappten Sprayer auch nicht besser.

Vom Hosendieb, der laut des Opfers noch einen Komplizen gehabt haben sollte, fehlt allerdings weiter jede Spur.