Niedersachsen

Heftige Gewitter: Drei Frauen nach Blitzeinschlag in Klinik

Gewitter über Teilen Niedersachsens. (Symbolbild)

Gewitter über Teilen Niedersachsens. (Symbolbild)

Foto: dpa / Julian Stratenschulte

Unwetter über Teilen Niedersachsens. Drei Häuser in einer Gemeinde in der Nähe von Aurich von Blitz getroffen.

Aurich. Nach einem heftigen Blitzeinschlag in mehrere Häuser in Berumbur (Niedersachsen) sind drei Frauen vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht worden. Nach dem „gewaltigen Knall“ am Dienstagabend sei eine der Bewohnerinnen kurzzeitig kollabiert, aber schnell wieder zu sich gekommen, sagte ein Feuerwehrsprecher der Deutschen Presse-Agentur. Es seien zudem erhebliche Schäden in drei Gebäuden verursacht worden. „Steckdosen und Schalter (sind) förmlich aus der Wand geflogen“, Hauptsicherungen der Stromzufuhr seien explodiert. Feuer habe es aber nicht gegeben.

Es sei nicht unüblich, dass mehrere Häuser von einem Blitzeinschlag betroffen seien, wenn beispielsweise der Verteilerkasten getroffen werde, sagte der Sprecher. In diesem Fall stehe die Ursache aber noch nicht fest. Die Feuerwehr war mit sechs Löschfahrzeugen und 30 Einsatzkräften vor Ort.

Blitzeinschlag in Stallungen

Auch rund 130 Kilometer weiter südlich schlug ein Blitz in ein Gebäude ein und verursachte größeren Schaden. Durch den Einschlag in einen landwirtschaftlichen Betrieb in Groß Berßen (Landkreis Emsland) wurden die komplette Elektrik und die elektronischen Steuerungseinrichtungen der Stallungen zerstört, wie ein Sprecher der Feuerwehr der Samtgemeinde Sögel mitteilte. Es habe sich Rauch gebildet, ein offenes Feuer sei aber nicht ausgebrochen, Bewohner und Tiere hätten keinen Schaden erlitten. Die Abdeckungen von Schaltkästen und Steuerungseinrichtungen seien aber regelrecht aufgeplatzt und teilweise verschmort.

Kurze Zeit vor dem Einsatz sei ein heftiges Gewitter mit Hagel und wolkenbruchartigen Regenfällen im Bereich Sögel/Berßen niedergegangen. Bei der Anfahrt zum Einsatz hätten mehrere Straßen unter Wasser gestanden. Die Feuerwehren seien mit 60 Leuten und neun Fahrzeugen vor Ort gewesen.