Rostock

Mann sticht auf Säugling ein und stürzt sich von Balkon

Als Polizisten die Wohnung im fünften Stockwerk stürmten, sprang der Täter in die Tiefe. Er starb. Baby wurde schwer verletzt.

Rostock. Es dürften dramatische Szenen gewesen sein, die sich Rettern und Anwohnern eines Mehrfamilienhauses im Rostocker Stadtteil Dierkow in der Nacht zu Sonntag boten. Nach Angaben des NDR hielt ein Mann mehrfach einen drei Monate alten Säugling aus dem Balkon im fünften Stockwerk und drohte damit, das Baby fallen zu lassen. Menschen, die auf diese Situation aufmerksam geworden seien, spannten Bettlaken, um das Kind aufzufangen.

Zuvor soll der Mann um kurz vor Mitternacht in die Wohnung einer 18 Jahre alten Frau eingedrungen sein. Er habe die Eingangstür verbarrikadiert und die Frau offenbar bedroht. Nach Angaben der Polizei soll der Mann das Kind schwer mit einem Messer verletzt haben. Als Spezialkräfte die Wohnungen stürmten, stieg der Mann über die Balkonbrüstung und stürzte sich aus dem fünften Stock in die Tiefe. Er überlebte den Sprung nicht.

Das Baby kam in eine Klinik, wo es sofort operiert werden musste. Ob es in Lebensgefahr schwebt, ist unklar. Zudem macht die Polizei auch noch keine Angaben zu den Hintergründen der Tat und in welchen Verhältnis der Tote zu der 18-Jährigen und dem Säugling stand.