Landkreis Harburg

Flüchtlingsheim: Bewaffneter Mann drohte mit Selbstmord

Der Einsatz in Hollenstedt.

Der Einsatz in Hollenstedt.

Foto: Tobias Johanning

Großeinsatz der Polizei in der Unterkunft Hollenstedt: 24-jähriger Somalier wurde in psychiatrische Klinik eingewiesen.

Landkreis Harburg.  Am Dienstagnachmittag hat sich ein Flüchtling aus Somalia über Stunden auf dem Dach einer Unterkunft in Hollenstedt im Landkreis Harburg verschanzt und Bewohner und Mitarbeiter mit einem Messer bedroht. Wie die Polizeiinspektion Harburg am Mittwoch mitteilte, hatte der 24-Jährige die Wohnanlage trotz Hausverbots betreten und war auf das Dach der eingeschossigen Wohncontaineranlage an der Wohlesbosteler Straße geklettert. Als die ersten Beamten gegen 14.30 Uhr eintrafen, hielt der Mann ein Messer und eine abgebrochene Glasflasche in seinen Händen und drohte, sich umzubringen.

Polizei mit Großaufgebot im Einsatz

Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot an und evakuierte die Unterkunft. Ein Sondereinsatzkommando rüstete sich vor Ort aus, musste aber nicht eingreifen.

Eine Verhandlungsgruppe der Polizei versuchte, den aufgebrachten Mann zu beruhigen. Der Mann forderte nach Polizeiangaben, nicht in eine andere Unterkunft verlegt zu werden und zeigte sich im Allgemeinen mit seiner Situation in Deutschland unzufrieden. Nach vier Stunden gab der 24-Jährige schließlich gegen 18.25 Uhr auf, legte Messer und die Glasflasche ab und kletterte ohne Widerstand von dem Dach. Er wurde zunächst durch die Polizei in Gewahrsam genommen und nach einer ärztlichen Begutachtung in eine psychiatrische Klinik eingewiesen.