Niedersachsen

Tödlicher Schuss eines Partygastes nur "Versehen"?

Am Landgericht Bückeburg begann am Mittwoch der Prozess gegen einen 29-jährigen Partygast.

Am Landgericht Bückeburg begann am Mittwoch der Prozess gegen einen 29-jährigen Partygast.

Foto: dpa / Holger Hollemann

Junger Mann wurde bei privater Feier nahe Rinteln erschossen. Prozess gegen 29-Jährigen vor Landgericht Bückeburg begonnen.

Bückeburg. Seit Mittwoch muss sich ein 29-Jähriger vor dem Landgericht Bückeburg wegen eines tödlichen Schusses verantworten. Diesen hatte er bei einer privaten Feier in Steinbergen abgesetzt und dabei einen jungen Mann getötet. Zum Prozessauftakt stellte der Angeklagte den tödlichen Schuss als Versehen dar, sagte eine Gerichtssprecherin. Er habe lediglich mit der Waffe in der Bauchtasche seines Kapuzenpullovers herumgespielt, dann habe sich der Schuss gelöst.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten Totschlag vor. Er soll im Dezember mit dem 22-jährigen Opfer aus Porta Westfalica bei der Feier gestritten haben. Daraufhin verließ er laut Anklage die Wohnung, kam einige Zeit später zurück und schoss aus der Bauchtasche heraus auf den anderen Mann. Beide hatten sich nach Angaben des 29-Jährigen vor dem Treffen in der Wohnung in Steinbergen nicht gekannt.

Opfer verstarb während des Einsatzes

Zum Zeitpunkt des Schusses waren noch zahlreiche Gäste in der Wohnung. Anschließend wurden die Rettungskräfte alarmiert, der 22-Jährige starb jedoch noch während des Einsatzes. Der mutmaßliche Schütze wurde wenig später festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Er gab an, die Waffe weggeworfen zu haben.

Für den Prozess sind elf Verhandlungstermine angesetzt. Das Urteil könne demnach am 4. Juli gesprochen werden-