Elmshorn

Pony Fridolin als Therapeut

Wenn der 14-Jährige aus dem Lift kommt, sind die Senioren glücklich. Er ist zwar kein ausgebildetes Therapietier, aber ein NaturtalentWenn der 14-Jährige aus dem Lift kommt, sind die Senioren glücklich. Er ist zwar kein ausgebildetes Therapietier, aber ein NaturtalentWenn der 14-Jährige aus dem Lift kommt, sind die Senioren glücklich. Er ist zwar kein ausgebildetes Therapietier, aber ein NaturtalentWenn der 14-Jährige aus dem Lift kommt, sind die Senioren glücklich. Er ist zwar kein ausgebildetes Therapietier, aber ein Naturtalent

Elmshorn. Als sich die Aufzugtüre öffnet, Angelika Magnussen mit Fridolin an der Leine aussteigt und in Wohnküche läuft, fragt eine Bewohnerin des Altenheims ungläubig: „Ist das ein Esel?“. „Nein“, sagt Magnussen und lacht: „Ein Pony.“ Die Halterin ist bereits zum dritten Mal in der AWO Wohnpflege in Elmshorn. Immer mit dabei: Partbred Shetland-Pony Fridolin. „Tiere wirken sich postiv auf unsere psychische und körperliche Gesundheit aus“, sagt Magnussen. Aber nicht jeder habe die Möglichkeit Tiere zu halten oder sie im Zoo zu besuchen. „Deshalb bringe ich sie eben zu den Menschen.“

Dass es schwer ist, mit den älteren Menschen Ausflüge zu machen, kann auch Einrichtungsleiterin Ines Wiese bestätigen: „Es hat ein Wandel stattgefunden – heute werden die Leute länger zuhause gepflegt und kommen erst zu uns wenn es gar nicht mehr geht“, sagt die gerlente ???. „Wir mussten die Welt zu uns holen.“ Es lag ein Angebot für eine Hüpfburg und eines für Besuche mit Ponys vor. Entschieden hat sich Wiese für letzteres. Und lag damit genau richtig: „Die Resonanz ist unglaublich – leuchtende Augen und strahlende Gesichter wohin man schaut“, sagt die 53-Jährige. Die Bewohner seien begeistert und könnten gar nicht genug bekommen von Fridolin. Das läge zum Teil auch daran, dass der Einhufer alte Erinnerungen wecke, da viele aus dem ländlichen Raum kommen und mit Tieren aufgewachsen seien.

So auch Brunhilde Lentfer. Als die 101-Jährige das Pony erblickt kommt ein Lächeln in ihr Gesicht, ruft nach Fridolin und streckt die Hand zum Streicheln aus. „Ich bin auf einem Bauernhof aufgewachsen und früher selbst geritten – Tiere waren mein Leben“, sagt die Bewohnerin mit feuchten Augen. „Komm ruhig näher“, sagt sie und streichelt Fridolin über den Hals, an dem teilweise noch ein wenig Farbe zu erkennen ist. Die stammt von seinem vorherigen Einsatz: einem Kindergeburtstag. Das zweite Bein im Geschäftsmodell von Magnussens mobilem Tierbesuchsdienst. Die Idee dafür hatte die 55-Jährige im Frühjahr 2017. „Die Lehrerin meines Sohnes hat mich gefragt, ob ich anlässlich des Projekts Landleben ein Pferd in die Schule bringen könne“, sagt Magnussen. Ihre Antwort: „Geht auch ein Pony?“ 120 Fünftklässler fütterten das Tier mit Äpfeln und Möhren, streichelten es – waren begeistert. Magnussen wollte auch anderen Menschen solche Erfahrungen ermöglichen, gründete das Unternehmen Herzenstier. Auf stundenhonorarbasis können Interessierte sie seitdem mit ihrem Pony buchen. Eine Freundin hatte die Idee auch Seniorenresidenzen zu besuchen. Magnussen schrieb Einrichtungen in der Region an. Und bekam viel positive Resonanz: „Mittlerweile besuche ich etwa zwölf Altenheime regelmäßig – und es werden immer mehr.“ Auch Besuche im Hospiz oder Krankenhaus könne sie sich vorstellen. „Es macht mich glücklich Menschen Lebensfreude zu schenken“, sagt Magnussen, die reitet seitdem sie fünf ist. „Außerdem wirkt sich der Kontakt mit Tieren positiv auf unsere psychische und körperliche Gesundheit aus“. Fridolin sei zwar kein ausgebildetes Therapietier, aber sie vertrau ihm. Auch eine Windel sei nicht nötig: „Er ist stubenrein.“ Es habe noch keinen negativen Zwischenfall gegeben, dafür aber reichlich begeisterte Kinder und Senioren. „Tiere verhelfen Menschen schon seit Jahrhunderten zu mehr Gesundeheit und Lebensfreude“, sagt Magnussen. Bereits in der Antike seien Katzen bei nervlichen und psychischen Problemen eingesetzt worden. Und seit den 60er Jahren gäbe es wissenschaftliche Beweise für die positiven Auswirkungen beim Kontakt mit Tieren.

„Die gibt es sicherlich. Brauche ich aber nicht, da es für mich eine Bauchsache ist“, sagt Wiese. „Ich habe die positiven Effekte jahrelang mit meinen eigenen Augen gesehen“. Die Einrichtungsleiterin brauchte ihren Hund jahrelang mit zur Arbeit und ist auch sonst sehr tolerant gegenüber Tieren in der Einrichtung: „Wir haben viele Besucher, die ihre Hunde mitbringen“, sagt Wiese. Auch Bewohner die mit Katzen oder Vögeln einziehen, seien keine Seltenheit. Beim Sommerfest im Juni gab es sogar einen Streichelzoo mit Hängebauchschweinen, Ziegen, Schafen, Meerschweinchen und einer Gans.

„Ist das ein Esel?“, fragt eine Bewohnerin des Altenheims ungläubig, als sich die Aufzugstür öffnet. Angelika Magnussen steigt mit Fridolin an der Leine wie selbstverständlich aus. „Nein“, sagt Magnussen und lacht: „Ein Pony.“ Bereits zum dritten Mal ist sie in der Awo Wohnpflege in Elmshorn – und zwar von Berufs wegen. An ihrer Seite: Shetlandpony Fridolin. „Tiere wirken sich positiv auf unsere psychische und körperliche Gesundheit aus“, sagt Magnussen. Aber nicht jeder habe die Möglichkeit, welche zu halten oder sie im Zoo zu besuchen. „Deshalb bringe ich sie eben zu den Menschen.“

Dass es schwer ist, mit Bewohnern Ausflüge zu machen, kann Einrichtungsleiterin Ines Wiese bestätigen: „Es hat ein Wandel stattgefunden – heute werden viele länger zu Hause gepflegt und kommen erst zu uns, wenn es gar nicht mehr geht“, berichtet die gelernte Krankenschwester. Also habe sie sich entschieden, auf das Angebot eines Ponybesuches einzugehen. Die Resonanz sei unglaublich: „Leuchtende Augen und strahlende Gesichter, wohin man schaut“, sagt die 53-Jährige. Die Bewohner seien begeistert und könnten gar nicht genug bekommen von Fridolin. Das liege zum Teil auch daran, dass das Pferd alte Erinnerungen wecke, da viele aus dem ländlichen Raum kommen und mit Tieren aufgewachsen seien.

So auch Brunhilde Lentfer. Als die 101-Jährige das Pony erblickt, ruft sie nach ihm und streckt die Hand zum Streicheln aus. „Ich bin auf einem Bauernhof aufgewachsen und früher selbst geritten – Tiere waren mein Leben“, sagt die Bewohnerin mit feuchten Augen. „Komm ruhig näher“, flüstert sie Fridolin zu und streichelt ihm über den Hals, an dem teilweise noch ein wenig Farbe zu erkennen ist. Die stammt von seinem vorherigen Einsatz: auf einem Kindergeburtstag. Das zweite Bein im Geschäftsmodell von Magnussens mobilem Tierbesuchsdienst.

Die Idee kam der 55-Jährigen im Frühjahr 2017, als eine Lehrerin ihres Sohnes fragte, ob sie anlässlich des Projekts Landleben ein Pferd in die Schule bringen könne. Kein Problem für Magnussen, sie reitet, seit sie fünf Jahre alt ist, seit fast 40 Jahren hält sie Pferde. Fridolin war wie gemacht für den Job: „Er liebt es, im Mittelpunkt zu stehen, gestreichelt und mit Aufmerksamkeit überhäuft zu werden“, sagt Magnussen.

Kontakt mit Tieren wirkt sich positiv auf Gesundheit aus

Beim Schulprojekt bekam er davon mehr als genug. 120 Fünftklässler fütterten das Tier mit Äpfeln und Möhren, streichelten es – waren laut Magnussen begeistert. Sie wollte auch anderen Menschen solche Erfahrungen ermöglichen, gründete das Unternehmen Herzenstier. Auf Stundenbasis können Interessierte sie seitdem mit ihrem Pony buchen. Eine Freundin empfahl, auch Seniorenresidenzen zu besuchen. Magnussen schrieb Einrichtungen in der Region an und bekam viel positive Resonanz: „Mittlerweile besuche ich etwa zwölf Altenheime regelmäßig – und es werden immer mehr.“ Was damit zu tun haben könnte, dass ihr Angebot in der Region auf diese Weise einzigartig ist. Auch Besuche im Hospiz oder Krankenhaus könne sie sich vorstellen. Denn Fridolins Arbeit entfaltet enorme Wirkung.

So hat Magnussen schon beobachtet, wie ältere Menschen, deren Betreuer sicher waren, dass sie nicht mehr laufen können, plötzlich aufstanden, um das Pony zu streicheln. Dabei ist das 14 Jahre alte Tier gar kein ausgebildetes Therapiepony, aber ein Naturtalent. Das sieht man schon an seinem entspannten Verhalten bei der Fahrt im Fahrstuhl. Die vier Stockwerke meistert Fridolin wie ein Profi. Dabei sind Pferde eigentlich Fluchttiere. Aber durch ihre ausgeprägte Sensibilität können sie Situationen sehr gut wahrnehmen und einschätzen, so Magnussen. Sie verspricht zudem: „Er ist stubenrein.“ Es habe noch keinen negativen Zwischenfall gegeben, dafür aber reichlich begeisterte Kinder und Senioren.

„Tiere verhelfen Menschen schon seit Jahrhunderten zu mehr Gesundheit und Lebensfreude“, sagt Magnussen. Bereits in der Antike seien Katzen bei nervlichen und psychischen Problemen eingesetzt worden. Seit den 60er-Jahren gebe es wissenschaftliche Beweise für die positiven Auswirkungen beim Kontakt mit Tieren.

„Die Studien gibt es sicherlich. Ich brauche sie aber nicht, da es für mich eine Bauchsache ist“, sagt Wiese. „Ich habe die positiven Effekte jahrelang mit meinen eigenen Augen gesehen.“ Die Einrichtungschefin ist äußerst tolerant gegenüber Tieren in Altenheimen: „Wir haben viele Besucher, die ihre Hunde mitbringen“, sagt Wiese. Auch Bewohner, die mit Katzen oder Vögeln einziehen, seien keine Seltenheit. Beim Sommerfest gab es sogar einen Streichelzoo mit Hängebauchschweinen, Ziegen, Schafen, Meerschweinchen und einer Gans. Auch Fridolin soll noch öfter ins Altenheim kommen, so Wiese: „Falls das Pony einmal nicht mehr ausreicht, müssen wir vielleicht über einen kleinen Elefanten nachdenken.“

Als sich die Aufzugtüre öffnet, Angelika Magnussen mit Fridolin an der Leine aussteigt und in Wohnküche läuft, fragt eine Bewohnerin des Altenheims ungläubig: „Ist das ein Esel?“. „Nein“, sagt Magnussen und lacht: „Ein Pony.“ Die Halterin ist bereits zum dritten Mal in der AWO Wohnpflege in Elmshorn. Immer mit dabei: Partbred Shetland-Pony Fridolin. „Tiere wirken sich postiv auf unsere psychische und körperliche Gesundheit aus“, sagt Magnussen. Aber nicht jeder habe die Möglichkeit Tiere zu halten oder sie im Zoo zu besuchen. „Deshalb bringe ich sie eben zu den Menschen.“

Dass es schwer ist, mit den älteren Menschen Ausflüge zu machen, kann auch Einrichtungsleiterin Ines Wiese bestätigen: „Es hat ein Wandel stattgefunden – heute werden die Leute länger zuhause gepflegt und kommen erst zu uns wenn es gar nicht mehr geht“, sagt die gerlente ???. „Wir mussten die Welt zu uns holen.“ Es lag ein Angebot für eine Hüpfburg und eines für Besuche mit Ponys vor. Entschieden hat sich Wiese für letzteres. Und lag damit genau richtig: „Die Resonanz ist unglaublich – leuchtende Augen und strahlende Gesichter wohin man schaut“, sagt die 53-Jährige. Die Bewohner seien begeistert und könnten gar nicht genug bekommen von Fridolin. Das läge zum Teil auch daran, dass der Einhufer alte Erinnerungen wecke, da viele aus dem ländlichen Raum kommen und mit Tieren aufgewachsen seien.

So auch Brunhilde Lentfer. Als die 101-Jährige das Pony erblickt kommt ein Lächeln in ihr Gesicht, ruft nach Fridolin und streckt die Hand zum Streicheln aus. „Ich bin auf einem Bauernhof aufgewachsen und früher selbst geritten – Tiere waren mein Leben“, sagt die Bewohnerin mit feuchten Augen. „Komm ruhig näher“, sagt sie und streichelt Fridolin über den Hals, an dem teilweise noch ein wenig Farbe zu erkennen ist. Die stammt von seinem vorherigen Einsatz: einem Kindergeburtstag. Das zweite Bein im Geschäftsmodell von Magnussens mobilem Tierbesuchsdienst. Die Idee dafür hatte die 55-Jährige im Frühjahr 2017. „Die Lehrerin meines Sohnes hat mich gefragt, ob ich anlässlich des Projekts Landleben ein Pferd in die Schule bringen könne“, sagt Magnussen. Ihre Antwort: „Geht auch ein Pony?“ 120 Fünftklässler fütterten das Tier mit Äpfeln und Möhren, streichelten es – waren begeistert. Magnussen wollte auch anderen Menschen solche Erfahrungen ermöglichen, gründete das Unternehmen Herzenstier. Auf stundenhonorarbasis können Interessierte sie seitdem mit ihrem Pony buchen. Eine Freundin hatte die Idee auch Seniorenresidenzen zu besuchen. Magnussen schrieb Einrichtungen in der Region an. Und bekam viel positive Resonanz: „Mittlerweile besuche ich etwa zwölf Altenheime regelmäßig – und es werden immer mehr.“ Auch Besuche im Hospiz oder Krankenhaus könne sie sich vorstellen. „Es macht mich glücklich Menschen Lebensfreude zu schenken“, sagt Magnussen, die reitet seitdem sie fünf ist. „Außerdem wirkt sich der Kontakt mit Tieren positiv auf unsere psychische und körperliche Gesundheit aus“. Fridolin sei zwar kein ausgebildetes Therapietier, aber sie vertrau ihm. Auch eine Windel sei nicht nötig: „Er ist stubenrein.“ Es habe noch keinen negativen Zwischenfall gegeben, dafür aber reichlich begeisterte Kinder und Senioren. „Tiere verhelfen Menschen schon seit Jahrhunderten zu mehr Gesundeheit und Lebensfreude“, sagt Magnussen. Bereits in der Antike seien Katzen bei nervlichen und psychischen Problemen eingesetzt worden. Und seit den 60er Jahren gäbe es wissenschaftliche Beweise für die positiven Auswirkungen beim Kontakt mit Tieren.

„Die gibt es sicherlich. Brauche ich aber nicht, da es für mich eine Bauchsache ist“, sagt Wiese. „Ich habe die positiven Effekte jahrelang mit meinen eigenen Augen gesehen“. Die Einrichtungsleiterin brauchte ihren Hund jahrelang mit zur Arbeit und ist auch sonst sehr tolerant gegenüber Tieren in der Einrichtung: „Wir haben viele Besucher, die ihre Hunde mitbringen“, sagt Wiese. Auch Bewohner die mit Katzen oder Vögeln einziehen, seien keine Seltenheit. Beim Sommerfest im Juni gab es sogar einen Streichelzoo mit Hängebauchschweinen, Ziegen, Schafen, Meerschweinchen und einer Gans.

Als sich die Aufzugtüre öffnet, Angelika Magnussen mit Fridolin an der Leine aussteigt und in Wohnküche läuft, fragt eine Bewohnerin des Altenheims ungläubig: „Ist das ein Esel?“. „Nein“, sagt Magnussen und lacht: „Ein Pony.“ Die Halterin ist bereits zum dritten Mal in der AWO Wohnpflege in Elmshorn. Immer mit dabei: Partbred Shetland-Pony Fridolin. „Tiere wirken sich postiv auf unsere psychische und körperliche Gesundheit aus“, sagt Magnussen. Aber nicht jeder habe die Möglichkeit Tiere zu halten oder sie im Zoo zu besuchen. „Deshalb bringe ich sie eben zu den Menschen.“

Dass es schwer ist, mit den älteren Menschen Ausflüge zu machen, kann auch Einrichtungsleiterin Ines Wiese bestätigen: „Es hat ein Wandel stattgefunden – heute werden die Leute länger zuhause gepflegt und kommen erst zu uns wenn es gar nicht mehr geht“, sagt die gerlente ???. „Wir mussten die Welt zu uns holen.“ Es lag ein Angebot für eine Hüpfburg und eines für Besuche mit Ponys vor. Entschieden hat sich Wiese für letzteres. Und lag damit genau richtig: „Die Resonanz ist unglaublich – leuchtende Augen und strahlende Gesichter wohin man schaut“, sagt die 53-Jährige. Die Bewohner seien begeistert und könnten gar nicht genug bekommen von Fridolin. Das läge zum Teil auch daran, dass der Einhufer alte Erinnerungen wecke, da viele aus dem ländlichen Raum kommen und mit Tieren aufgewachsen seien.

So auch Brunhilde Lentfer. Als die 101-Jährige das Pony erblickt kommt ein Lächeln in ihr Gesicht, ruft nach Fridolin und streckt die Hand zum Streicheln aus. „Ich bin auf einem Bauernhof aufgewachsen und früher selbst geritten – Tiere waren mein Leben“, sagt die Bewohnerin mit feuchten Augen. „Komm ruhig näher“, sagt sie und streichelt Fridolin über den Hals, an dem teilweise noch ein wenig Farbe zu erkennen ist. Die stammt von seinem vorherigen Einsatz: einem Kindergeburtstag. Das zweite Bein im Geschäftsmodell von Magnussens mobilem Tierbesuchsdienst. Die Idee dafür hatte die 55-Jährige im Frühjahr 2017. „Die Lehrerin meines Sohnes hat mich gefragt, ob ich anlässlich des Projekts Landleben ein Pferd in die Schule bringen könne“, sagt Magnussen. Ihre Antwort: „Geht auch ein Pony?“ 120 Fünftklässler fütterten das Tier mit Äpfeln und Möhren, streichelten es – waren begeistert. Magnussen wollte auch anderen Menschen solche Erfahrungen ermöglichen, gründete das Unternehmen Herzenstier. Auf stundenhonorarbasis können Interessierte sie seitdem mit ihrem Pony buchen. Eine Freundin hatte die Idee auch Seniorenresidenzen zu besuchen. Magnussen schrieb Einrichtungen in der Region an. Und bekam viel positive Resonanz: „Mittlerweile besuche ich etwa zwölf Altenheime regelmäßig – und es werden immer mehr.“ Auch Besuche im Hospiz oder Krankenhaus könne sie sich vorstellen. „Es macht mich glücklich Menschen Lebensfreude zu schenken“, sagt Magnussen, die reitet seitdem sie fünf ist. „Außerdem wirkt sich der Kontakt mit Tieren positiv auf unsere psychische und körperliche Gesundheit aus“. Fridolin sei zwar kein ausgebildetes Therapietier, aber sie vertrau ihm. Auch eine Windel sei nicht nötig: „Er ist stubenrein.“ Es habe noch keinen negativen Zwischenfall gegeben, dafür aber reichlich begeisterte Kinder und Senioren. „Tiere verhelfen Menschen schon seit Jahrhunderten zu mehr Gesundeheit und Lebensfreude“, sagt Magnussen. Bereits in der Antike seien Katzen bei nervlichen und psychischen Problemen eingesetzt worden. Und seit den 60er Jahren gäbe es wissenschaftliche Beweise für die positiven Auswirkungen beim Kontakt mit Tieren.

„Die gibt es sicherlich. Brauche ich aber nicht, da es für mich eine Bauchsache ist“, sagt Wiese. „Ich habe die positiven Effekte jahrelang mit meinen eigenen Augen gesehen“. Die Einrichtungsleiterin brauchte ihren Hund jahrelang mit zur Arbeit und ist auch sonst sehr tolerant gegenüber Tieren in der Einrichtung: „Wir haben viele Besucher, die ihre Hunde mitbringen“, sagt Wiese. Auch Bewohner die mit Katzen oder Vögeln einziehen, seien keine Seltenheit. Beim Sommerfest im Juni gab es sogar einen Streichelzoo mit Hängebauchschweinen, Ziegen, Schafen, Meerschweinchen und einer Gans.