Hamburg

Drei neue Engel für Hamburg

Hollywood, die Elbphilharmonie und 1000 Komparsen: Das kommt (vermutlich) im Oktober auf die Stadt zu

Hamburg. Bei der Hollywood-Großproduktion, die im Herbst nach Hamburg kommt, handelt es sich nach Abendblatt-Informationen um „Charlie’s Angels“. Das ist eine neue Kinoversion der bekannten US-Krimiserie „Drei Engel für Charlie“, von der insgesamt fünf Staffeln gezeigt wurden. Im Jahr 2000 gab es bereits eine erfolgreiche Verfilmung für die große Leinwand mit Cameron Diaz, Drew Barrymore und Lucy Liu – und eine Fortsetzung im Jahr 2003. Nun sollen die drei Engel erneut ins Kino kommen. Gedreht werden soll angeblich auch in der Elbphilharmonie. Und gesucht werden 1000 Komparsen aus Hamburg und Umgebung.

Die Namen der internationalen Stars, die in die Rollen der Engel schlüpfen, sind bereits bekannt: Einer wird von Kristen Stewart gespielt. Die Zuschauer kennen die 28 Jahre alte US-Schauspielerin vor allem aus den Verfilmungen der „Twilight“-Romane. An ihrer Seite sind die britischen Darstellerinnen Naomi Scott und Ella Balinska zu sehen. Scott (25), die auch Sängerin ist und in dem Film „Power Rangers“ mitgewirkt hat, ist 2019 auch in dem Disney-Film „Aladdin“ zu erleben. Dort spielt sie neben Will Smith die Rolle der Prinzessin Jasmine. Der jüngste und bisher unbekannteste Engel ist die 21-jährige Balinska.

Produziert wird die Neuauflage von „Drei Engel für Charlie“ von der Schauspielerin, Regisseurin und Filmproduzentin Elizabeth Banks, die auch das Drehbuch mitgeschrieben hat. Zuschauer kennen die 44-Jährige unter anderem aus den „Spider-Man“-Filmen und der Romanverfilmung „Die Tribute von Panem“. In ihrem neuen Projekt ist Banks nicht nur hinter den Kulissen aktiv, sondern übernimmt auch eine Rolle: Sie verkörpert Bosley, die Vermittlerin zwischen den Agentinnen und ihrem anonym bleibenden Chef Charles Townsend – im Original ist Bosley ein Mann.

Es ist noch unklar, ob das Team in oder vor der Elbphilharmonie drehen wird. Auch der genaue Zeitpunkt ist noch geheim. Allerdings gibt es im neuen Konzerthaus zwischen dem 2. und dem 4. Oktober keine Konzerte im Großen Saal. Wo das Filmteam weitere Sets aufbauen wird, ist noch nicht bekannt. „Geplant ist, dass an verschiedenen Orten zentral in der Stadt gedreht wird“, sagte eine Mitarbeiterin der Agentur Filmgesichter dem Abendblatt. Laut der Zeitschrift „Vogue“ soll auch in Berlin und Budapest gedreht werden. Als Kinostarttermin ist der Juni 2019 vorgesehen.

Wer sich als Komparse bewerben will, muss ausführlich über sich Auskunft geben. Dabei geht es nicht nur um Namen und Adresse. Es werden Fragen zum ethnischen Erscheinungsbild – „mitteleuropäisch, afrikanisch, keltisch“ – gestellt. Die Agentur möchte wissen, welche Sprachen die Bewerber sprechen und ob sie einen Führerschein besitzen. Gewünscht sind Angaben zur Größe, Augenfarbe, zu Tattoos, Bart, Gewicht, Kragenweite, Hutgröße, Narben und Piercings. Haben die Bewerber eine Schauspielausbildung oder -erfahrung? Können sie singen, besitzen sie besondere Fähigkeiten, eigene Requisiten, sind sie sportlich? Wer alle diese Angaben gemacht hat, darf durchaus das Gefühl haben, durch und durch erfasst worden zu sein.