Blackout-Vorsorge

Schleswig-Holstein schafft Notstromaggregate an

Im Umspannwerk Stockeldorf (Stadtwerke Lübeck) ging nach einem Stromausfall am 16. Mai nichts mehr

Im Umspannwerk Stockeldorf (Stadtwerke Lübeck) ging nach einem Stromausfall am 16. Mai nichts mehr

Foto: picture alliance / peter wuest

Die Landesregierung will sich gegen die Folgen eines längeren Blackouts wappnen – und dafür eine Million Euro zur Verfügung stellen.

Kiel. Die Landesregierung will Schleswig-Holstein mit neuen Notstromaggregaten gegen einen langanhaltenden Blackout wappnen. „Im Fall eines Stromausfalls ist es von zentraler Bedeutung, dass entscheidende Kräfte und Gebäude weiter arbeiten können, beziehungsweise weiter mit Strom versorgt werden“, sagte Innenminister Hans-Joachim Grote (CDU) am Donnerstag. Im Haushaltsentwurf für 2019 hat die Regierung deshalb mehr als eine Million Euro für den Kauf von Notstromaggregaten bereitgestellt.

Mit den Geräten sollen je Kreis mindestens zwei Tankstellen ausgestattet werden, um bei einem Stromausfall wichtige Bereiche weiter mit Kraftstoff versorgen zu können. „Das betrifft das Notfall- und Rettungswesen, das betrifft Informationstechnik und auch die Wasserversorgung der Menschen“, sagte Grote.

Mitte Mai war nach einem Kurzschluss in einem Umspannwerk in ganz Lübeck für fast vier Stunden der Strom ausgefallen. Das öffentliche Leben in Schleswig-Holsteins zweitgrößter Stadt war dadurch für Stunden lahmgelegt. Durch den Blackout entstanden vor allem Einzelhändlern und Unternehmen teilweise erhebliche Schäden. In Industrieunternehmen stand die Produktion still, Einzelhandel und Gastronomie beklagten Einnahmeausfälle.