Pinneberg

Mehr-Ehen von Flüchtlingen – Landrat unter Druck

Dem Pinneberger Landrat Oliver Stolz wird vorgeworfen, Bigamie zu fördern

Dem Pinneberger Landrat Oliver Stolz wird vorgeworfen, Bigamie zu fördern

Foto: Burkhard Fuchs / HA

Seit Ende Januar seien „circa 30 Anzeigen“ gegen Landrat Oliver Stolz eingegangen. Der Vorwurf: Förderung von Bigamie.

Pinneberg. Der Fall um zwei syrische Flüchtlinge, die jeweils mit zwei Ehefrauen im Kreis Pinneberg zusammenleben, beschäftigt die Staatsanwaltschaft Itzehoe zunehmend. Seit Ende Januar seien „circa 30 Anzeigen“ wegen Bigamie beziehungsweise gegen den Landrat des Kreises, Oliver Stolz, wegen Förderung der Bigamie eingegangen, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. In Deutschland sind sogenannte Mehr-Ehen verboten.

Ermittlungsverfahren geprüft

Derzeit werde geprüft, ob ein Ermittlungsverfahren eingeleitet werde. Hintergrund sind zwei syrische Familien, die 2015 und 2016 als Flüchtlinge nach Deutschland kamen. Im ersten Fall reisten der Ehemann und seine beiden Frauen samt Kinder einzeln ein. Jetzt leben alle im Kreis Pinneberg. Im anderen Fall gab die Zweitfrau in Griechenland ihren hier lebenden Ehemann an, und kam so mit ihren Kindern über das Bundesamt in den Landkreis.