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Neumünster: Zug kollidiert am Bahnübergang mit einem Auto

neumünster. Das Unglück passierte, als die Regionalbahn am Donnerstagmorgen um 4:04 Uhr gerade den Südbahnhof Neumünster verlassen hatte: Nach etwa 50 Metern erfasste der Zug der AKN-Tochter Nordbahn auf dem Bahnübergang einen Pkw auf den Gleisen. Bei dem Zusammenprall wurde der 49-jährige Fahrer des Passat, der aus der Innenstadt kam, schwer verletzt.

„Es ist noch unklar, ob die Schranken sich geschlossen hatten“, sagte ein Polizeisprecher. Ebenfalls noch nicht geklärt ist, ob das Auto auf den Gleisen stand oder der Fahrer sie gerade überquerte.

Nach dem Zusammenprall benötigten die Rettungskräften der Berufsfeuerwehr Neumünster mehr als eine Stunde, um den Fahrer aus dem zerstörten Pkw zu befreien. Das Auto war zwischen Schutzplanke und Triebwagen eingeklemmt. Schneeregen und Temperaturen um null Grad erschwerten die Rettung.

Der Mann wurde mit schweren Verletzungen in das Friedrich-Ebert-Krankenhaus eingeliefert. Der 55-jährige Lokführer wurde leicht verletzt, er erlitt einen Schock und wurde am Unfallort medizinisch versorgt. Fahrgäste waren nicht im Zug. An dem Pkw entstand ein wirtschaftlicher Totalschaden. Der Gesamtsachschaden dürfte 20.000 Euro betragen.

Die Bahnstrecke in Richtung Bad Oldesloe und die Altonaer Straße waren vorübergehend gesperrt. Die Gründe für den Unfall werden jetzt ermittelt. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kiel wurde ein Sachverständiger zur Unfallaufnahme hinzugezogen.