Artenschutz

Neues Alarmgerät schützt Wale vor Fischernetzen

Ein Schweinswal schaut aus dem Wasser

Ein Schweinswal schaut aus dem Wasser

Foto: imago/blickwinkel

Die Technik imitiert die Kommunikation der Tiere. Dadurch landen 70 Prozent weniger Schweinswale in den Netzen.

Bonn. Die Schweinswale in der Nord- und Ostsee sind ohnehin stark gefährdet – und sie sind zusätzlich bedroht, weil sie sich in den Stellnetzen der Fischer verfangen können. Nun soll ein neues Warngerät die Tiere vor den Netzen schützen. Erste Erfolge der Innovation wurden bereits in Tests in der Ostsee bewiesen. Jetzt werden die Warngeräte auch in der Nordsee eingesetzt, teilte die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung mit.

Das neuartige akustische Warngerät imitiert die Kommunikationssignale von Schweinswalen und nutzt die gleiche Schallfrequenz wie die Tiere. Die Alarmgeber werden an den Fischernetzen befestigt und halten die Wale durch ein Warnsignal ständig auf Abstand. Das Ergebnis ist vielversprechend: Bei den Tests in der westlichen Ostsee landeten bisher 70 Prozent weniger Schweinswale im Netz.

In einer zweiten Phase werden die Geräte nun in der Nordsee und im Nordatlantik getestet. Die neue Technik bietet auch für die Fischer Vorteile, da durch weniger Beifang ihre Netze seltener reißen und der Zeitaufwand für das Einholen des Netzes geringer ist.

Die Entwicklung des Alarmgebers wurde im Innovationsprogramm des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gefördert.