Mecklenburg-Vorpommern

Wurden Robben ertränkt? Staatsanwaltschaft ermittelt

Eine Kegelrobbe schwimmt im Meer (Symbolfoto)

Eine Kegelrobbe schwimmt im Meer (Symbolfoto)

Foto: imago/imagebroker

Ende 2017 wurden 20 tote Tiere im Greifswalder Bodden gefunden. Sie starben keines natürlichen Todes. Es gibt Tatverdächtige.

Stralsund.  Mehr als 20 tote Kegelrobben sind Ende 2017 im Greifswalder Bodden gefunden worden – nun gibt es Hinweise, dass sie eines nicht natürlichen Todes starben. Nach einer Anzeige des Deutschen Meeresmuseums in der Hansestadt Stralsund ermittelt die Staatsanwaltschaft Stralsund, wie die „Ostsee-Zeitung“ berichtet. Die Staatsanwaltschaft gehen den Hinweisen nach, bestätigte Sprecher Martin Cloppenburg. Ermittelt werde wegen des möglichen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und das Bundesnaturschutzgesetz.

Das Meeresmuseum in Mecklenburg-Vorpommern erstattete dem Bericht zufolge Strafanzeige. Die Staatsanwaltschaft betonte, in alle Richtungen zu ermitteln, erklärte aber: „Es gibt Tatverdächtige im Sinne eines Anfangsverdachtes.“

Die toten Tiere waren äußerlich unversehrt

Labor-Untersuchungen hätten ergeben, dass die äußerlich unversehrten Tiere weder an Viren, Bakterien oder Giften verendet waren, sagte der Kurator für Meeressäuger, Michael Dähne. Nach der Ausschlussmethode komme nur ein akutes Herz-Kreislaufversagen in Betracht, vermutlich verursacht durch Ertrinken, sagte Dähne. Als Meeressäuger müssen die Robben zum Atmen immer wieder an die Wasseroberfläche.