Hamburg

Welpen erschlagen – Polizei sucht Tierquäler

Der erst zwei Monate alte Hund wurde misshandelt und dann vor Mülltonnen in Wilhelmsburg abgelegt

Hamburg.  Die Polizei fahndet nach einem unbekannten Tierquäler, der einen kleinen Hund erschlagen hat. Ein Passant entdeckte den schwer verletzten Welpen an der Buddestraße in Wilhelmsburg. Im Tierheim Süderstraße konnte der Mischlingshund nicht mehr gerettet werden. Die für Tierschutzdelikte zuständige Wasserschutzpolizei ist eingeschaltet.

Der Passant hatte den Hund bereits am 11. August auf einem Hinterhof vor einem Verschlag für Mülltonnen gefunden. Der Welpe war etwa zwei Monate alt. Der Mann brachte das Tier zur Polizeiwache an der Georg-Wilhelm-Straße. Von dort wurde es zum Tierheim transportiert, wo ein Arzt vergeblich versuchte, den Hund zu retten. „Eine im Institut für Hygiene und Umwelt durchgeführte Sektion ergab, dass der Welpe aufgrund massiver Hirnverletzungen infolge von stumpfer Gewalteinwirkung mit einem harten Gegenstand verstorben ist“, so Polizeisprecherin Evi Theodoridou.

Die Ermittler haben bislang keine Hinweise auf den Tierquäler. Jetzt werden Zeugen gesucht, die beobachtet haben, wie der kleine Hund zum Müllcontainer gebracht wurde, oder die andere Hinweise zum Besitzer geben können.

Bei dem Welpen handelt es sich vermutlich um einen Terrier-Mischling mit schwarz-braunem Fell. Das Tier hatte bereits eine kupierte Rute, also einen durch einen medizinischen Eingriff gekürzten Schwanz. Solche Eingriffe werden, wenn es nach dem Tierschutzgesetz erlaubt ist, in den ersten Tagen nach der Geburt des Tieres vorgenommen.

Die Chance, den Tierquäler zu ermitteln, ist nicht gering. In Hamburg wurden im vergangenen Jahr 104 Fälle wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz von der Polizei verfolgt. 62 davon, also 59,6 Prozent, konnten aufgeklärt werden. Wer im aktuellen Fall Hinweise geben kann, sollte sich unter der Telefonnummer 428 65 67 89 an die Polizei wenden.