Norddeutschland

Schiffe müssen Schwefelausstoß senken

Als Teil des Atlantischen Ozeans ist die Nordsee wichtiger Handelsweg und dient Mittel- und Nordeuropa als Zugang zu den Weltmärkten. Die südliche Nordsee ist zusammen mit dem angrenzenden Ärmelkanal die am dichtesten befahrene Schifffahrtsregion der Welt.
Die Schiffsmotoren
verbrennen Schweröle die einen Schwefelausstoß erzeugen, der bis zu 1000-fach höher ist als bei Dieselautos. Millionen Tonnen von Ruß aus den Abgasen der Containerriesen und Kreuzfahrtschiffe gelangen als feine und giftige Luftpartikel in die Atemwege und als saurer Regen in Böden und Gewässer.
Seit 2015
müssen Schiffe, die die Nord- und Ostsee befahren, strenge Grenzwerte für den Schwefel im Abgas einhalten. Es dürfen nur noch Treibstoffe mit einem Schwefelmassenanteil von 0,1 Prozent verbrannt werden. Das geschieht, indem Schiffe schwefelarmen Diesel als Treibstoff nutzen, der jedoch viel teurer ist als herkömmliches Schweröl. Das Sulphur-Emission-Control-Area-Gebiet (SECA) der Nordsee endet im Ärmelkanal und nördlich Großbritanniens. Die meisten Schiffe halten sich daran. Von den knapp 600 vom BSH im Januar 2015 untersuchten Schiffsbewegungen waren rund 95 Prozent regelkonform.