Neumünster

Häftling ruft „Allahu Akbar“ und verletzt Gefängnismitarbeiter

Neumünster. Unter „Allahu Akbar“-Rufen (Gott ist groß) hat ein Häftling in der Justizvollzugsanstalt Neumünster zwei Bedienstete angegriffen und verletzt. Beide seien krankgeschrieben, sagte ein Sprecher des Justizministeriums am Mittwoch. Der Vorfall hatte sich bereits am Sonnabend ereignet. „Der Justizvollzugsanstalt liegen derzeit keine Hinweise auf einen islamistischen Hintergrund vor“, sagte der Sprecher. Nach Angaben der Anstaltsleiterin Yvonne Radetzki befindet sich der Gefangene erstmals in Haft – wegen schwerer Brandstiftung. „Neben körperlichen Beeinträchtigungen zeigt er psychische Auffälligkeiten“, so Radetzki. Über die Nationalität und Herkunft des Häftlings machte das Ministerium keine Angaben. Der „Holsteinische Courier“ berichtete, es handele sich um einen Iraner.

Der Sprecher des Justizministeriums erklärte, als Beamte sich dem Mann näherten, um ihn zu fesseln, habe dieser mit einem Metallteil von seinem Bett auf sie eingeschlagen. Als ein weiterer Beamter versuchte, dem Gefangenen den Metallstock abzunehmen, stieß der Mann ihm den Angaben zufolge mit einer Glasscherbe in den Rücken.