Kiel

Hochschulen sollen internationaler werden

Kiel. Wissenschaftsministerin Kristin Alheit (SPD) hat eine Strategie zur Internationalisierung und Vernetzung der schleswig-holsteinischen Hochschulen vorgelegt. Angesichts der demografischen Entwicklung, des drohenden Fachkräftemangels und der zunehmenden Digitalisierung solle die Strategie dazu beitragen, die Standortattraktivität zu erhöhen und die Nachwuchsförderung zu stärken, erläuterte die Ministerin am Montag in Kiel.

Die Zahl der internationalen Kooperationen ist laut Ministerium in den vergangenen Jahren kontinuierlich angestiegen. Ziel sei es unter anderem, die bereits bestehenden Kontakte in den Ostseeraum zu vertiefen. Die Lehre werde verstärkt international ausgerichtet mit Lehrveranstaltungen in Fremdsprachen. Die Werbung für ein Studium in Schleswig-Holstein müsse intensiviert werden, hieß es.

Den Hochschulen wurde der Entwurf im Rahmen der Hochschulkommission vorgestellt. Sie einigten sich mit dem Land darauf, weitere Ziele und Maßnahmen zu besprechen und gegebenenfalls ins Konzept aufzunehmen. Dazu wird 2017 eine Projektgruppe aus Vertretern der Hochschulen gebildet, die einen „Fahrplan“ zur Umsetzung vorlegen soll. In Schleswig-Holstein gibt es elf staatliche und drei private Hochschulen. Die bei Weitem größte ist die Christian-Albrechts-Universität in Kiel mit rund 26.000 Studenten.