Kiel

Wahl-O-Mat zur Landtagswahl ist freigeschaltet

Kiel.  Mithilfe des Wahl-O-Mats können sich Bürger vor der Landtagswahl am 7. Mai vergewissern, welche Partei am besten ihren Vorstellungen entspricht. Ab sofort ist das Online-Tool unter www.wahl-o-mat.de freigeschaltet. „Es stimmt nicht, dass alle Parteien das Gleiche wollen“, sagte der Landesbeauftragte für politische Bildung, Christian Meyer-Heidemann. Die Unterschiede mache der Wahl-O-Mat deutlich.

Spitzenpolitiker aller derzeit im Landtag vertretenen Parteien testeten den Wahl-O-Mat am Dienstag im Landeshaus. Die Übereinstimmungen zwischen ihrer Partei und ihnen reichte von 95,7 Prozent (Lars Harms/SSW) bis 99 Prozent (Monika Heinold/Grüne; Ralf Stegner/SPD). Daniel Günther (CDU) kam auf eine Übereinstimmung von 95,9 Prozent, Heiner Garg (FDP) auf 96,5 Prozent und Patrick Breyer (Piraten) auf 97,6 Prozent. Man müsse ja nicht mit jeder Position seiner Partei persönlich übereinstimmen, so die einhellige Meinung.

In dem Online-Tool werden 38 Thesen vorgestellt, bei denen die Nutzer entscheiden müssen, ob sie damit übereinstimmen, sie neutral bewerten oder ablehnen. Die Thesen haben 18 Jung- und Erstwähler im Alter von 16 bis 26 Jahren formuliert. Unterstützt wurden sie von fünf Experten aus Schleswig-Holstein und einem Team der Bundeszentrale für politische Bildung (BPB). Abgefragt wird beispielsweise, ob an Grundschulen wieder Noten ab der dritten Klasse eingeführt werden sollen oder der Mindestabstand zwischen Windkraftanlagen und Wohnhäusern vergrößert werden soll. Alle 13 Parteien, die zur Landtagswahl zugelassen sind, haben dazu ihre Positionen vorgelegt.

In Schleswig-Holstein kommt der Wahl-O-Mat zum dritten Mal zum Einsatz. Dieses Jahr gibt es ihn erstmals auch auf Friesisch und Dänisch.