Westerland

Bahnstrecke Hamburg–Sylt zwei Wochen gesperrt

Schuld sind Gleisbauarbeiten. Auch Nahverkehr und Autozug „Sylt Shuttle“ sind betroffen

Westerland.  Urlauber, die nach Westerland auf Sylt reisen wollen, müssen in den kommenden zwei Wochen auf das Auto umsteigen. Denn zwischen dem 5. und 20. November fahren aufgrund von Bauarbeiten auf der Strecke keine Fernzüge zwischen Hamburg und Deutschlands wohl bekanntester Urlaubsinsel, teilte die Deutsche Bahn mit. Betroffen ist von der Sperrung auch die Nord-Ostsee-Bahn.

Zwischen Lindholm und Bredstedt in Nordfriesland müssten Gleise saniert werden. Wegen „umfangreichen Weichen- und Gleiserneuerungen“ im Bahnhof Westerland fährt den Angaben zufolge zudem vom 5. bis 8. November der Autozug „Sylt Shuttle“ nur stündlich statt halbstündlich – pro Richtung noch 17 Züge am Tag.

Bahn-Konkurrent RDC, der erst im Oktober seinen Autozug-Betrieb aufgenommen hatte, fährt wegen der Bauarbeiten vom 5. bis 13. November überhaupt nicht. Die Gleise würden einer Sprecherin zufolge für Baufahrzeuge auf den Schienen benötigt. Trotz der Zwangspause ist RDC-Geschäftsführer Jens Arne Jensen optimistisch. Er sei froh, dass der Start des Unternehmens weitgehend reibungslos verlaufen sei, hieß es. Zudem werde der Aktionspreis von 25 Euro pro Fahrt bis zum 10. Dezember verlängert.

Auch der Nahverkehr ist von den Arbeiten betroffen. Bereits seit 31. Oktober gilt ein Sonderfahrplan. Da vom 5. bis 8. November Westerland von der Nord-Ostsee-Bahn gar nicht angefahren werden kann, würden dem Unternehmen zufolge etwa ab Morsum/Keitum Busse eingesetzt. Einzelne Verbindungen fallen komplett aus.