Norderstedt

200.000 Euro für den Fluglärmschutz in Norderstedt

Anwohner erhalten Zuschüsse für Schallschutzfenster und Lüfter

Norderstedt. 200.000 Euro geben die Stadt Norderstedt und der Flughafen Hamburg für ein neues Lärmschutzprogramm für Norderstedt aus. Mit dem Geld sollen Schallschutzfenster und Lüfter in Häusern und Wohnungen eingebaut werden, die von Fluglärm betroffen sind.

Das Förderprogramm trägt den Namen „8+“ und ist eine Erweiterung des freiwilligen 8. Lärmschutzprogramms, bei dem zwischen 2007 und 2010 mehr als 500.000 Euro geflossen waren. Zustande kam die Neuauflage des Programms durch eine Initiative der Norderstedter Kommunalpolitik. Kritik war laut geworden, weil die Stadt dem Flughafen im Gewerbegebiet Nordport regelmäßig Parkplätze vermietet und somit am Fluglärm mitverdiene, wie der Fluglärm-Aktivist Reimer Rathje sagt. Schließlich wurde ein Vorschlag der Grünen in Norderstedt umgesetzt: Die Einnahmen aus der Parkplatzvermietung fließen nun in das Lärmschutzprogramm, der Flughafen legt den gleichen Betrag obendrauf – je 100.000 Euro.

Norderstedts Oberbürgermeister Hans-Joachim Grote und Flughafen-Chef Michael Eggenschwiler bezeichnen den Vertrag als ein Beispiel für ihr gutes Nachbarschaftsverhältnis. Bürger, die Schallschutzfenster oder Lüfter eingebaut bekommen wollen, zahlen durch das Förderprogramm lediglich ein Siebtel der Kosten. Den Rest übernehmen Stadt und Flughafen zu gleichen Teilen – solange Fördergeld da ist.