Bremen

Mordprozess: Angeklagter kommt in Badelatschen

Bremen. Das Landgericht Bremen hat den Prozess gegen einen 23 Jahre alten Mann wegen mehrerer Gewaltverbrechen eröffnet. Dem Mann werden vier Taten vorgeworfen. Die schwerste Anklage lautet auf Mord: Bei einem Einbruch in Bremerhaven soll der 23-Jährige einen anderen mit einer Axt auf den Kopf geschlagen haben. Das Opfer starb später an den schweren Verletzungen.

Der junge Mann, der in Bremerhaven zeitweise als Leiharbeiter im Hafen beschäftigt war, habe aus Habgier getötet und seine Opfer körperlich schwer misshandelt, sagte der Staatsanwalt am Dienstag bei der Anklageverlesung im Bremer Landgericht. Dem 23-Jährigen sei bewusst gewesen, dass er seine Opfer lebensgefährlich verletzt habe. Das sei ihm aber gleichgültig gewesen.

Drei weitere schwere Körperverletzungen geschahen in Bremerhaven binnen weniger Tage, bei zweien der Opfer war der Angeklagte eingebrochen.

Am ersten Verhandlungstag erschien der Angeklagte, der in Untersuchungshaft sitzt, in kurzer Hose, Plastikschlappen und Sonnenbrille. Sein Verteidiger Dominik Bleckmann kündigte für den nächsten Prozesstag am 19. August an, dass sich sein Mandant zu den Vorwürfen äußern wolle. Zu diesem Termin ist ein Gutachter geladen.