Wilhelmshaven

Klimawandel: Bis zum Jahr 2100 starker Artenschwund in Nordsee

Wilhelmshaven. Im Jahr 2100 wird es in der Nordsee deutlich weniger heimische Arten geben. Das prognostizieren Wissenschaftler der Senckenberg Gesellschaft für Natur­forschung in einer kürzlich in einem Fachjournal erschienenen Studie. Durch die Erhöhung der Wassertemperatur und des Salzgehalts verliere mehr als 60 Prozent der bodenlebenden heimischen Fauna ihren Lebensraum in der Nordsee.

Etwa zwei Drittel der untersuchten Tiere ziehe es nach Norden, ein Drittel südwärts. Das deutsch-norwegische Wissenschaftlerteam geht davon aus, dass die frei werdenden Lebensräume zukünftig von einwandernden Arten besetzt werden. „In der Deutschen Bucht wird es einen massiven Verlust der heimischen Fauna und wichtiger ,Ökosystem-Ingenieure‘“, sagte der Autor der Studie, Michael Weinert. Die durchschnittliche Wintertemperatur der Nordsee hat sich in den letzten 25 Jahren um 1,6 Grad erhöht.